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Dokumentation Mit Cosima und Topic Pilot eine Basis für Maintenance 4.0 schaffen

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Der digitale Austausch von Informationen zwischen Maschinenbauern und -nutzern über den gesamten Produktionsprozess hinweg eröffnet im Zeitalter von Industrie 4.0 neue Möglichkeiten der Optimierung. Mit dem Konzept „Service-as-a-Service“ schaffen Heidelberg und Docufy ideale Rahmenbedingungen.

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Heidelberger und Docufy schaffen die Basis für neue digitale Geschäftsmodelle und revolutionieren die Servicewelt.
Heidelberger und Docufy schaffen die Basis für neue digitale Geschäftsmodelle und revolutionieren die Servicewelt.
(Bild: Heidelberger)

Im Rahmen ihrer digitalen Transformation hat die Heidelberger Druckmaschinen AG im Mai 2017 die Docufy GmbH akquiriert. Damit ergänzt Heidelberg das Portfolio seines Geschäftsbereichs Heidelberg Digital Platforms um die von Docufy entwickelten Softwarelösungen wie Cosima und Topic Pilot und das Konzept des Informationsraums. Gleichzeitig wurden entsprechende Voraussetzungen für die in diesem Zusammenhang immer wichtiger werdenden intelligenten Servicekonzepte geschaffen. So haben beide Unternehmen mit der Kombination und Weiterentwicklung vorhandener Produkte bereits neue Lösungen zur Optimierung des Servicegeschäfts entwickelt. Die Umsetzung von Maintenance 4.0 ist eine der ersten erfolgreichen Auskopplungen. Um Digitalisierungsstrategien umzusetzen, werden Tools benötigt, um die Theorie auch in die Praxis zu übertragen.

Wartungsschritte maschinenübergeifend in Cosima erfassen

Entsprechende Werkzeuge zur Umsetzung von Maintenance 4.0 und die Organisation von Service-Dienstleistungen sind im gemeinsamen Portfolio bereits vorhanden. Uwe Reißenweber, Geschäftsführer der Docufy GmbH, sagt: „Unser Redaktionssystem Cosima go ist ein ausgereiftes, sofort einsatzfähiges und jederzeit an Kundenbedürfnisse anpassbares Redaktionssystem für alle Dokumentationsprozesse – egal, ob für Maschinen- und Anlagenbau, Mess- und Regeltechnik, Medizintechnik oder Software. Jegliche Informationen können hier gespeichert werden.“ So lassen sich in Cosima maschinenübergreifend Wartungsschritte erfassen und mit den Beschreibungen der Wartungsdurchführung verknüpfen. Eine enorme Arbeitserleichterung im Alltag eines Technischen Redakteurs stellt auch das Tool zur „Be-igel-ung“ in Cosima dar. Um ein Bild mit Positionsnummern zu versehen, fachsprachlich „zu be-igel-n“, wird kein eigenes Grafikprogramm benötigt. Ein Cosima-Anwender kann das Bild nun in einem Editor öffnen, der entsprechende Werkzeuge zur Verfügung stellt.

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Direkt in Cosima können so Positionsnummern ausgerichtet, verschoben, gelöscht, kopiert und eingefügt werden. Auch bestehende Bilder ohne Callout-Informationen können während einer Überarbeitung in ein IGEL-Bild umgewandelt und entsprechend be-igel-t werden. Um Positionsnummern genau zu setzen, kann der Anwender auch in geöffnete Bilder hinein- und herauszoomen. Aus den Callout-Informationen können automatisch Bildlegenden erstellt werden.

Wartungsaufgaben im 3D-Modell

Die mobile Publikationsplattform Topic Pilot von Docufy wiederum bringt all diese Informationen aufs Smartphone oder Tablet des Servicetechnikers. Das Besondere: Dort können spezifische Wartungslisten abhängig von Maschine und Wartungsintervall angezeigt werden. Die integrierte Protokollfunktion ermöglicht es, jeden erledigten Wartungsschritt abzuhaken, gegebenenfalls mit Bildern und Kommentaren zu versehen und im System zentral zu speichern. Die Plattform-Lösung "View-2-Connect“ von Heidelberg stellt die Wartungsaufgaben dann sogar im 3D-Modell dar. Cosima ist bei Heidelberg bereits im Einsatz, unter anderem für die Wallbox Home Eco, eine Hochleistungsladeeinrichtung für Elektroautos. Die Verknüpfung von Cosima mit View-2-Connect ermöglicht dabei erstmalig die gleichzeitige Erstellung eines interaktiven 3D-Ersatzteilkatalogs und Serviceanweisungen in 2D bzw. 3D. „Innerhalb kürzester Zeit haben wir Docufy erfolgreich in Heidelberg und unsere Wachstumsstrategie integriert. Dank eines engagierten Teams bei Docufy funktioniert „Heidelberg goes Digital“ in beide Richtungen – intern können wir den Ausbau unserer digitalen Geschäftsmodelle auf Basis datengestützter Servicekonzepte beschleunigen. Für unsere Industriekunden entwickeln wir das Portfolio mit unserer Service-as-a-Service-Vision konsequent zu einem neuen Leistungskonzept weiter“, so Prof. Dr. Ulrich Hermann, Mitglied des Vorstands und Chief Digital Officer bei Heidelberg. (jup)

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