Messtechnik Micro-Epsilon feiert 40 Jahre am Standort Ortenburg

Redakteur: Jan Vollmuth

Vom Drei-Mann-Betrieb zur internationalen Unternehmensgruppe mit mehr als 900 Mitarbeitern weltweit: Micro-Epsilon blickt auf eine erfolgreiche Firmengeschichte mit technischen Innovationen und stetigem Wachstum zurück.

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(Bild: Micro Epsilon)

„Messen Sie das Unmögliche“, sagt Dipl.-Ing. Karl Wisspeitner und lächelt, „das war unser erster Werbeslogan.“ Damals umfasste das Produktportfolio des Sensorspezialisten Micro-Epsilon aus Ortenburg noch wenige Produkte – heute ist das Angebot inzwischen weltweit tätigen Unternehmens auf mehrere tausend verschiedene induktive, konfokal-chromatische und kapazitive Sensoren gewachsen, dazu Laser-, Wirbelstrom-, Seilzug- und Temperatursensoren, außerdem Prüfanlagen sowie Messsysteme zum Beispiel für modernste 3D-Oberflächeninspektion. Haupteinsatzbereiche sind im Maschinen- und Anlagenbau, der Fertigungsautomatisierung und in Forschung und Entwicklung.

Schwerpunkt auf kundenspezifischen Lösungen

Ein wichtiger Schwerpunkt seien kundenspezifischen Lösungen, so Karl Wisspeitner. Bestandteil der Unternehmensphilosophie sei es, immer die beste Lösung für den Kunden zu finden, was auch die Entwicklung kundenspezifischer Produkte für spezielle Umwelt- und Einbaubedingungen umfasst.

Die Sensoren von Micro-Epsilon spielen in fast allen Lebensbereichen eine Rolle, vom Flugzeug über das Handy oder moderne Computerchips bis hin zur Waschmaschine. Sie dienen der Ressourcenschonung, der Realisierung automatischer Produktionsprozesse und der Sicherung hoher Qualität im Herstellungsprozess. Zum Kundenkreis gehören Weltmarktführer und große Marken in den Bereichen Consumer Electronics, Smartphones, Flugzeug- oder Automobilhersteller.

Alles begann in einem Keller

Gegründet in Hannover als Handelsunternehmen für Dehnungsmessstreifen, wurde der Grundstein für die Entwicklung eigener Produkte 1976 in Ortenburg gelegt. Anfangs war lediglich ein kleines Elektroniklabor im Kellerraum eines Privathauses untergebracht, ein paar Jahre später wurde das erste eigene Firmengebäude am jetzigen Hauptsitz in Ortenburg errichtet. Nach vielen weiteren Ausbaumaßnahmen in den folgenden Jahren wurde 2016 ein neues, über 4.000 Quadratmeter großes Firmengebäude eingeweiht. Dieses bietet unter anderem Platz für ein Qualifikations- und Prüflabor, einen großen Logistikbereich mit automatischem Hochregallager und für die Administration der Firmengruppe mit ihren 23 Unternehmen. Hier wird mehr Raum für neue Ideen geschaffen und gleichzeitig der Weg für die Zukunft am Standort Ortenburg bereitet.

In all den Jahren baute Micro-Epsilon nicht nur Wissen und Know-how auf, sondern auch zahlreiche Standorte weltweit. Geschäftsführer Karl Wisspeintner begeht in diesem Jahr sein 40-jähriges Arbeitsjubiläum. In diesem Zeitraum hat er bis heute durch sein großes persönliches Engagement die Weichen für ein kontinuierliches Wachstum des familiengeführten mittelständischen Unternehmens auch in Zukunft gestellt.

Wirbelstromsensoren als Erfolgsgarant

Dass Micro-Epsilon auf die heutige Unternehmensgröße anwachsen konnte liegt weiterhin an den vielen technischen Innovationen und neuen Ideen der Mitarbeiter, mit denen sich das Unternehmen weltweit einen Namen gemacht hat. Wie beispielsweise der Quantensprung in der Wirbelstrom-Wegmessung, als Micro-Epsilon 1988 den weltweit kleinsten Wirbelstrom-Wegsensor präsentierte. Bis heute sind miniaturisierte Wirbelstromsensoren bezüglich Abmessungen, Robustheit und Genauigkeit unübertroffen. Der Trend der Miniaturisierung bei gleichzeitig höchster Präzision setzt sich nach wie vor fort und ist bis heute ein wichtiger Erfolgsfaktor des Unternehmens.

Ein aktuelles Erfolgsbeispiel ist der Highspeed-Controller ConfocalDT 2471 HS mit einer Messrate von 70 kHz – weltweit der schnellste konfokal-chromatische Controller mit integrierter Lichtquelle. Genauso wie der Laser-Profil-Scanner Scancontrol 29xx-10/BL, der mit einer blau-violetten Laserlinie mit 1280 Punkten auf 10 mm die höchste Punktauflösung aufweist. Oder auch die Laser-Triangulationssensoren optoNCDT 1320 und 1420, die durch ihre kompakte Bauform, die intelligente Signalverarbeitung und die hohe Präzision die besten ihrer Klasse darstellen.

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