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Magneto-induktive Sensoren Magneto-induktive Sensoren als Alternative zu herkömmlichen Sensoren

| Redakteur: Jan Vollmuth

Magneto-induktive Sensoren kombinieren die Vorteile von induktiven Sensoren und Magnetsensoren. Die von Micro-Epsilon vorgestellte Sensoren der Reihe Main Sensor basieren auf einem durch den Hersteller selbst patentierten Messprinzip.

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Die magneto-induktiven Sensoren der Serie Main Sensor von Micro-Epsilon werden beispielsweise für die Unwucht- und Beladungserkennung in Waschmaschinen eingesetzt.
Die magneto-induktiven Sensoren der Serie Main Sensor von Micro-Epsilon werden beispielsweise für die Unwucht- und Beladungserkennung in Waschmaschinen eingesetzt.
(Bild: Micro-Epsilon)

Bei diesem Prinzip misst der Sensor mit hoher Dynamik den Abstand zu einem Magneten, der am Messobjekt befestigt wird. Die Bewegung des Magneten bewirkt eine Veränderung des magnetischen Flusses im Sensorelement und diese Veränderung wird durch die Sensorspule erfasst. Abstand und Ausgangssignal stehen in einem linearen Verhältnis.

Gleichbleibend hohe Empfindlichkeit

Magneto-induktive Sensoren bringen laut Micro-Epsilon gegenüber induktiven Sensoren den Vorteil einer gleichbleibend hohen Empfindlichkeit, die auch am Messbereichsende und im bündigen Einbau in nicht ferromagnetische Materialien erhalten bleibt. Sie sollen darüber hinaus als idealer Ersatz für Schalter und Näherungssensoren dienen, wenn lineare Messungen erforderlich sind. Sind Schaltpunkte erforderlich, können diese kundenseitig gesetzt werden, heißt es von Seiten des Herstellers.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Messverfahren sollen Main Sensoren auch durch leitfähige nicht magnetisierbare Materialien hindurch messen, etwa durch Edelstahl oder Aluminium. Dies sei ein entscheidender Vorteil bei Anwendungen in geschlossenen Systemen oder Gehäusen, so der Hersteller, weil Sensor und Magnet räumlich getrennt untergebracht werden können. So lasse sich der Magnet in schwieriger Umgebung verbauen, während der Sensor im sicheren Bereich untergebracht wird. Das Verfahren eigne sich daher auch für druckdichte Behälter und geschlossene Systeme, stellt Micro-Epsilon fest.

Deutlich erweiteter Messbereich

Darüber hinaus würden sich Vorteile gegenüber magnetischen Sensoren durch den deutlich erweiterten Messbereich ergeben sowie das kontinuierliche Ausgangssignal (das prinzipbedingt linear zum Abstand ist) und die deutlichen Preisvorteile bei großen Messbereichen. Der Sensor soll zudem bei Achsversatz des Magneten robuster sein.

Die Einsatzgebiete reichen von Einzelanwendungen im klassischen Maschinenbau über Messungen im Automatisierungsbereich bis hin zu preissensitiven Großserien. Die magneto-induktiven Sensoren der Serie Main Sensor werden beispielsweise für die Unwucht- und Beladungserkennung in Waschmaschinen eingesetzt, aber auch für die Erkennung von Fremdkörpern in Blistermaschinen beim Verpacken von Tabletten oder für Drehzahlmessungen. (jv)

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