Igus

Low-Cost-Automatisierung wird online bestellbar

| Redakteur: Reinhold Schäfer

Um auch kleineren Unternehmen die Möglichkeit zu geben, eine Roboter-Automatisierungslösung aufzubauen, zeigt Igus auf der Hannover Messe 2019 einen 4-bis-5-Achs-Roboter sowie auf einer zusätzlichen Ausstellungsfläche das Modell eines Online-Marktplatzes für Anbieter und Anwender.

Firma zum Thema

Auf der Hannover Messe 2019 zeigt Igus ein Marktplatz-Modell, das den unterschiedlichsten Anwenderen online dabei helfen soll, die für sie individuell passende Automatisierungslösung schnell zu finden und zu konfigurieren oder zu bauen. Das „Rohboter“-Grundgerüst ist unter anderem ein Gelenkarm aus Kunststoff mit der Bezeichnung Rrobolink DC.
Auf der Hannover Messe 2019 zeigt Igus ein Marktplatz-Modell, das den unterschiedlichsten Anwenderen online dabei helfen soll, die für sie individuell passende Automatisierungslösung schnell zu finden und zu konfigurieren oder zu bauen. Das „Rohboter“-Grundgerüst ist unter anderem ein Gelenkarm aus Kunststoff mit der Bezeichnung Rrobolink DC.
(Bild: Igus )

Der digitale Marktplatz soll den Kunden dabei unterstützen, schnell genau die Low-­Cost-Automation-Lösung zu finden und zu integrieren, die er benötigt. Egal, ob er mit Einzelkomponenten – vom Greifer über die Steuerung bis zur Sicherheitslichtschranke – selbst etwas bauen will oder eine günstige Komplettlösung sucht.

Die Wege in die Low- Cost-Automatisierung sind so vielfältig wie die Anwendungen. Maschinenbauer und Roboterhersteller möchten mit wenigen, günstigen Teilen selbst bauen; Produktionsbetriebe mit eigenen Automatisierungen setzen auf „halbfertige“ Roboter und passen Steuerung und Komponenten auf ihre Standards an. Kleinere Unternehmen möchten hingegen fertige Systeme, die einfach zu bedienen und vor allem sehr günstig sind. Igus greift diese unterschiedlichen Anforderungen auf und präsentiert auf der Hannover Messe mit dem „Rohboter“-Konzept neue Hardware-Komponenten sowie ein digitales Marktplatz-Modell für den einfachen Einstieg in eine günstige Automatisierung.

Gelenkarme in neuem Design

„Es geht darum, kleiner Unternehmen in die Lage zu versetzen, eine automatsierte Fertigungslinie aufzubauen“, so Stefan Niermann, Low-Cost-Automation-Chef bei Igus
„Es geht darum, kleiner Unternehmen in die Lage zu versetzen, eine automatsierte Fertigungslinie aufzubauen“, so Stefan Niermann, Low-Cost-Automation-Chef bei Igus
(Bild: Reinhold Schäfer )

Die „Rohboter“-Basis, die Igus für dieses wachsende Marktsegment anbietet, ist das elektromechanische Grundgerüst, beispielweise als Robolink 4- oder 5-Achs-Gelenkarm, Delta oder kartesischer Roboter. Dank eines Baukastenprinzips lassen sich schmier- und wartungsfreie Robotiksysteme individuell zusammenstellen. Motoren, Getriebe, Leistungselektronik, Steuerung, GUI – alles ist frei wählbar. Auf dem Igus-Messestand ist dieser Gelenkarmroboter der neuesten Generation zu finden. Die kompakten Gelenkarme sind laut Igus leicht, schmier- und wartungsfrei, langlebig und kostengünstiger in der Produktion. Dadurch lassen sich kleine, konfigurierbare Stückzahlen ebenso realisieren wie große Mengen für Maschinenbauer und Roboterhersteller, heißt es.

Das Spiel des neuen Arms wurde durch das Kunststoffdesign weiter reduziert, eine höhere Präzision des Robolinks ist somit möglich. Dank integrierter Kabelkanäle werden in der neuesten eingehausten Generation die Leitungen innen geführt. Das spart Bauraum und bereitet die Gelenkarme für eine Verwendung auch im Bereich der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) vor. Der neue DC-Gelenkarm lässt sich individuell konfigurieren und je nach Art der Anwendung zusätzlich mit Greifern, Kameras oder Sensorik verschiedenster Hersteller ausstatten. Dabei hilft eine neuartige Online-Plattform, deren Modell Igus gemeinsam mit Co-Ausstellern in Halle 17 vorstellt.

Von der Einzelkomponente zur kompletten Automatisierungslösung

Der digitale Marktplatz soll den Kunden dabei unterstützen, schnell die Low-Cost-Automation-Lösung zu finden und zu integrieren, die er für seine Anwendung braucht. Egal, ob er mit Einzelkomponenten selbst etwas bauen will oder eine günstige Komplettlösung sucht. Damit sollen Kunden ohne eigenes Robotik-Know-kow, die manuelle Aufgaben einfach automatisieren möchten, ebenso wie Profis, die ihre eigene spezifische Lösung zusammenstellen, profitieren. Für Anbieter biete das Marktplatz-Modell darüber hinaus einen leichten Zugang zu einem sich rapide entwickelnden Marktsegment.

„Wir laden Komponenten- und Roboterhersteller, Integratoren und Endkunden in Halle 17 ein, mit uns die Möglichkeiten eines Marktplatzes intensiv zu diskutieren“, so Dipl.-Wirtsch.-Ing. Stefan Niermann, Leiter des Igus-Geschäftsbereiches Low Cost Automation. Gleichzeitig erleben die Besucher auf dem Igus-Messestand auch einen realen Marktplatz zum Anfassen. „Zusammen mit Technologiepartnern zeigen wir den Besuchern, welche Möglichkeiten die Low Cost Automation heute schon für sie bietet – und die sind enorm.“

Hannover Messe 2019: Halle 17, Stand H04

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45767073)