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Löten Löten in Vakuum-Dampfphase unter Schutzgas

| Redakteur: Brigitte Michel

Der EMS-Dienstleister Kraus für Spezialanwendungen mit hoher Fertigungstiefe für Prototypen und Kleinserien investiert in neue Löttechnik. Bereits seit mehr als zehn Jahren arbeitet Kraus mit Standard Kondensationslötverfahren.

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(Bild: Kraus)

Durch die steigenden Anforderungen an hohe mechanische Stabilität und porenarme Lötstellen mit niedrigem thermischen Widerstand hat Kraus Hardware in das Kondensationslötsystem CondensoXM von Rehm investiert. Die Weichen zum Fertigen anspruchsvoller Stromversorgungen, Baugruppen für regenerativen Energien und Elektromobilität sind damit gestellt.

Die Lötanlage mit der sehr guten Wärmeübertragung und den vielfältigen Möglichkeiten der Profilierung für jede Anforderung, wie Leistungselektronik und Löten von großen thermischen Massen, ist ausgestattet mit dem Vakuumpaket für beste porenarme und reproduzierbare Lötergebnisse auch an Problembauteilgehäusen wie BGA, QFN und LGA – ohne thermische Schatten und Längs-/Querprofile (< 2 k). Die maximale Baugruppengröße ist 650 mm x 650 mm. Der Siedepunkt des Mediums begrenzt die Maximaltemperatur in der Kammer auf 240 °C. Ein Überhitzen der Baugruppe ist ausgeschlossen. Während des Lötprozesses bildet sich eine Schutzgasatmosphäre die ein Oxidieren im Dampfphasen-Lötprozess verhindert und die Benetzung erhöht. Je nach Anwendungsfall kann die Baugruppe vor, während oder nach dem Aufschmelzen der Lotpaste dem Vakuum unterzogen werden. Zum Rückverfolgen der Lötparameter steht ein Traceabilitymodul zur Verfügung mit dem die Anlagenparameter während des Lötens protokolliert und den Baugruppen zugeordnet werden. Eine zeitliche Korrelation zwischen den Lötparametern und dem Film, der während der Lötung erstellt werden kann, ist möglich. Um die Lötergebnisse zeitnah zu prüfen und für die Anwendung zu optimieren steht eine 2D/3D Röntgenanlage zur Verfügung. (bm)

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