Linearmodul Linearmodul im Hygienic Design senkt Lebenszykluskosten

Dimotion und Walter Rothermundt haben ein Linearmodul für lebensmittelverarbeitende Maschinen entwickelt: in offener Bauweise mit rostfreien und beständigen Materialien.

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Die Polyurethanzahnriemen sind speziell auf die mechanischen und chemischen Belastungen in der Lebensmittelindustrie ausgelegt.
Die Polyurethanzahnriemen sind speziell auf die mechanischen und chemischen Belastungen in der Lebensmittelindustrie ausgelegt.
(Bilder: Mulco)

Allein der zeitliche Reinigungsanteil in der Lebensmittelindustrie beziffert sich laut VDMA auf 20 bis 30 %. Ein Hygienic Design für Lebensmittel verarbeitende Maschinen verkürzt diese Reinigungszeit, vereinfacht die Instandhaltung und sorgt für mehr Sicherheit. Dies wiederum spart Lebenszykluskosten.

Konstruktive Mittel dafür sind: glatte Oberflächen, möglichst wenig Kanten sowie keine vorstehenden Gewinde, keine engen Innenradien und keine Hohlräume. Übliche zahnriemengetriebene Linearachsen erfüllen die meisten dieser Anforderungen. Der Riementrieb wird dabei aus mehreren Gründen von einem Aluminium-Stranggussprofil umschlossen. Abdeckbänder, Abstreifer und Dichtleisten dichten den Zahnriemen und den Laufwagen nach außen ab, eine bewährte aber auch aufwendige Lösung. Eine Verschmutzung der Toträume im Profil ist trotzdem nicht ganz auszuschließen. Daher wird gegebenenfalls Sperr- oder Spülluft verwendet. Diese unterliegen allerdings auch besonderen Anforderungen zur Reinheit, wenn sie direkt mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Druckluft muss also bereit gestellt und am Linearmodul angeschlossen werden. Zusätzlich können auch Filterkaskaden erforderlich sein.

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Offene Bauweise vermeidet Toträume

Einen anderen Weg ist Dimotion, Spezialist für Lineartechnik, gegangen. Zusammen mit Walter Rothermundt, einem Tochterunternehmen der Breco Antriebstechnik (beide Mulco-Gruppe) haben sie ein neues Linearmodul entwickelt. Ziel war: Toträume vermeiden und so 100%ige Kontrolle über die Hygiene erlangen. Eine frei liegende Mechanik erfordert jedoch korrosions- und chemikalienbeständige Werkstoffe. Die Unterkonstruktion der Module besteht deshalb aus Endköpfen und einem nach unten geöffnetem U-Profil aus rostfreiem Edelstahl.

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