Steuermodul Liftachsen von Nutzfahrzeugen steuern

Autor / Redakteur: John Morris* / Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Norgren stellt eine Steuerung für die Liftachsen von Nutzfahrzeugen vor, bei der die Ventile in einem Modul zusammengefasst sind.

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Mit Liftachsen kann die Anzahl der aktiven Fahrzeugachsen an LKW variiert werden.
Mit Liftachsen kann die Anzahl der aktiven Fahrzeugachsen an LKW variiert werden.
(Bild: Norgren)

Liftachsen an Nutzfahrzeugen gehören seit vielen Jahren zum Alltag auf den Straßen. Sie ermöglichen es den Fahrern, die Zahl der auf der Fahrbahn gesetzten Fahrzeugachsen je nach Ladungsgewicht zu ändern. So lassen sich dann die entsprechenden Vorschriften bei der Achslast einhalten. Darüber hinaus bietet die Liftachsentechnik weitere Vorteile: hebt der Fahrer eine nicht benötigte Achse von der Fahrbahn, spart er Kraftstoff und erhöht zugleich die Wendigkeit des Fahrzeugs. Obendrein hat diese Technik auch Auswirkungen auf die Reifen – denn wird keine oder nur sehr leichte Ladung transportiert, reduziert die Verringerung der Anzahl der benutzten Achsen auch die Reibung und damit den Verschleiß der Reifen.

Bisherige Liftachsentechnik mit separaten Ventilen

Herkömmliche Liftachsensysteme werden von zwei Paar Luftfederbälgen gesteuert, die gemeinsam die Achse entweder absenken oder anheben. Von den beiden Federbalgpaaren wird eines belüftet und das andere entlüftet – je nachdem, ob die Achse, an der sie angebracht sind, eingesetzt werden soll oder nicht. Normalerweise werden die Systeme über ein Paar vorgesteuerter Dreiwege-Bremsrelaisventile gesteuert, die jeweils eines der Luftfederbalgpaare steuern. Bremsrelaisventile bieten eine hohe Durchflussrate und haben sich unter den anspruchsvollen Bedingungen im Nutzfahrzeugbereich bewährt. Neben den Bremsrelaisventilen wurden auch industrielle Schieberventile eingesetzt, bei denen es jedoch Probleme mit der Haltbarkeit gab und die zudem bei tiefen Temperaturen einfrieren konnten.

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In den meisten gängigen Konfigurationen enthält die Bremsrelaisventilpaarung ein Inversionsventil. Damit wird eine Umkehrung der Relaissignale möglich, so dass einer der Bälge belüftet, während der andere entlüftet wird. Das System hat außerdem eine Steuerung – entweder ein Dreiwege-Luftventil oder einen elektrischen Schalter, der ein Dreiwege-Magnetventil aktiviert. Der von Bremsrelaisventilen abgegebene Luftdruck entspricht im Allgemeinen dem verwendeten Steuerdruck. Oft ist dieser Druck jedoch für bestimmte Achslastanforderungen ungeeignet. Dann wird ein verstellbarer Regler auf der Steuerseite der Tragbälge angebracht, mit dem der Druck in den Tragbälgen je nach Gewicht der Ladung angepasst werden kann. Dies ist besonders wichtig für die Leistung des Systems, da eine übermäßige Last auf der Achse Probleme beim Bremsen und der sicheren Steuerung des Fahrzeugs verursachen kann.

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