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Faserverbundwerkstoff Leistungsfähige Carbonfaser für die Luftfahrt

| Redakteur: Dorothee Quitter

Die SGL Group hat mit Sigrafil C T50-4.8/280 eine 50k-Carbonfaser zur Ergänzung ihres Materialportfolios entwickelt und in die Serienproduktion überführt.

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50k-Carbonfaser der SGL Group
50k-Carbonfaser der SGL Group
(Bild: SGL Group)

Die neue Faser zeichnet sich durch einen hohen E-Modul aus und ist damit besonders für Anwendungen zum Beispiel in der Luftfahrt geeignet. Aber auch Druckbehälter, Antriebswellen, Profile und faserverstärkte Pressmassen (Sheet Moulding Compounds, SMCs) sind weitere mögliche Einsatzgebiete, da die Faser aufgrund ihrer hohen Steifigkeit bei gleichzeitig hoher Festigkeit die hohen mechanischen Anforderungen der genannten Anwendungen erfüllt. Der hohe E-Modul auf Basis einer 50k-Faser (50.000 Einzelfilamente) ist am Markt einzigartig. Bislang erreichten lediglich Fasern mit niedrigeren Filamentanzahlen (z. B. 12k oder 24k) diese hohen mechanischen Eigenschaften (4.800 MPa, 280 GPa). Damit ist die neue Carbonfaser zwischen den Faserklassen Standard Modulus und Intermediate Modulus anzusiedeln, einem bislang noch nicht besetzten Eigenschaftsfeld – und damit im Prinzip als „Advanced Modulus“ zu bezeichnen. Entwickelt wurde sie auf Basis der erfolgreich in automobilen Serienprojekten eingesetzten 50k-Faser und ist somit ein gutes Beispiel für den Wissenstransfer innerhalb der SGL Group, der durch Aktivitäten in verschiedenen Industrien ermöglicht wird. Daher bietet die neue Faser wesentliche Effizienzvorteile bei der Verarbeitung und trägt somit insgesamt zur Erweiterung des Einsatzspektrums von Carbonfaser-Verbundwerkstoffen bei. (qui)

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