Fügetechnologie Leichtmetalle mit Kunststoffen verbinden

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Die Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel zeigt unter anderem auf der diesjährigen Hannover Messe das skulpturierte Verzahnen von Titanbauteilen mit Kunststoffen.

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(Bild: CAU Kiel)

Metallspritzguss ist eine Fertigungstechnologie, mit der Titanteile sehr flexibel hergestellt werden können. Beim Fügen mit Metallen oder Kunststoffen sollen diese eine perfekte Adhäsion aufweisen, also nur noch unter kohäsivem Bruch zu trennen sein. Gleichzeitig sollen die Verfahren flexibel angewendet und schnell durchgeführt werden. Ein solches Verfahren ist das Nanoscale Sculpturing. Es kann mobil einfach angewendet sogar Schweißungen ersetzen und es erlaubt, Metalle mit beliebigen Kunststoffen zu verbinden. Der mobile Prototyp namens Metalangelo (in der Größe eines Schweißgerätes) kann Titanoberflächen in kurzer Zeit bei Raumtemperatur mit Nanometer-Präzision "skulpturieren", so dass sich die Bauteile dann mit verschiedensten Kunststoffen (auch Silikonen) oder Metalle (auch Kupfer) perfekt verbinden lassen. Die Kombination beider Technologien (Nanoscale Sculpturing und Metallspritzgießen) wird im Rahmen des Polytitanprojektes an der CAU in Kiel durchgeführt. Anhand einer Reihe von Ausstellungsobjekten wird dieses neuartige Verfahren mit unterschiedlichen Metall- und Kunststoffkombinationen auch in Hannover demonstriert. (qui)

Hannover Messe 2018: Halle 2, Stand C07

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