Suchen

3D-Druck Lasersintern: SLS-Pulver im 3D-Druck

| Redakteur: Katharina Juschkat

Igus hat sein Angebot für den 3D-Druck ausgebaut und das erste SLS-Material Iglidur I3-PL vorgestellt. Mit der Verschleißfestigkeit von Iglidur-Werkstoffen können Anwender damit auch Sonderteile und Prototypen für bewegte Anwendungen mit dreimal höherer Abriebfestigkeit im selektiven Lasersintern fertigen.

Firmen zum Thema

Um Anwendern aus der 3D-Druck-Branche mehr Produktvielfalt anbieten zu können, hat der Motion-Plastics-Hersteller Igus nun das SLS-Material Iglidur I3-PL vorgestellt.
Um Anwendern aus der 3D-Druck-Branche mehr Produktvielfalt anbieten zu können, hat der Motion-Plastics-Hersteller Igus nun das SLS-Material Iglidur I3-PL vorgestellt.
(Bild: Igus)

Das Thema 3D-Druck boomt und längst werden nicht nur von Bastlern besondere Geometrien für Self-made-Projekte gedruckt. Auch in der Industrie werden entsprechende Bauteile heute schon serienmäßig eingesetzt. Um den Anwendern dieser Technologie mehr Produktvielfalt anbieten zu können, hat der Motion-Plastics-Hersteller Igus das SLS-Material iglidur I3-PL vorgestellt.

Stützstrukturen sind nicht mehr nötig

Neben den vier bereits erhältlichen Tribo-Filamenten für das FDM-Verfahren soll das neue Tribo-Pulver gute Verschleißwerte aufzeigen. „Das Lasersintern ist im 3D-Druck bekannt für eine höhere Präzision im Vergleich zum FDM-Verfahren“, erklärt Tom Krause, verantwortlicher Produktmanager bei Igus. „Ein weiterer Vorteil unseres Werkstoffs ist außerdem, dass die Bauteile durch den Druck im SLS-Verfahren eine höhere Festigkeit erreichen.“

Bildergalerie

Beim Lasersintern sind keine Stützstrukturen nötig, da das lose Pulver, das vom eingesetzten Laser nicht aufgeschmolzen wird, als Stützmaterial fungiert. So sollen an den Bauteilen weniger Nacharbeiten nötig sein, die gefertigten Teile können laut Hersteller direkt eingesetzt werden.

SLS-Druck im Test: Teile sind abriebfester

Im Testlabor bei Igus wurden Gleitlager aus dem Werkstoff bereits mit den bisher gängigsten Materialien für das selektive Lasersintern verglichen. Sowohl in der Schwenk- und der Rotations- als auch der linearen Bewegung waren die Teile nach Angaben des Herstellers mindestens dreimal abriebfester als die Vergleichsmaterialien. In der laufenden Beta-Phase werden jetzt verschleißbeanspruchte Bauteile in Kundenanwendungen getestet und darüber hinaus weitere interessante Anwendungen für den SLS-Druck von tribo-optimierten Bauteilen gesucht.

Gedruckte Teile auf Wunsch geliefert

Wer keinen 3D-Drucker zur Verfügung hat, kann diese Technologie –beispielsweise für Prototypen oder Sonderteile in Kleinserien – trotzdem nutzen: Igus bietet für diese Fälle für die Materialien Iglidur I180-PF, I180-PF-BL, I170-PF und J260-PF einen 3D-Druckservice an. Auch für das SLS-Material iglidur I3-PL ist ein Druckservice in Planung. In kurzer Zeit bekommen Kunden ihre Bauteile ausgedruckt und geliefert. Das Unternehmen benötigt für den Ausdruck der Teile die Druckdaten als CAD-Modelle. Der Preis und die Lieferzeit variieren je nach Komplexität der Bauteile. (kj)

Hannover Messe 2016: Halle 17, Stand H04

(ID:43977330)