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Licht und Architektur Kunstvolle Lichtlösung mit LEDs für die Elbphilharmonie

| Redakteur: Hendrik Härter

Für die lichttechnische Ausstattung der Elbphilharmonie in Hamburg hat Zumtobel auf LED-Technik gesetzt, die sich per DMX steuern lässt und sich zudem der Architektur anpasst.

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Elbphilharmonie in Hamburg: Sie vereint historische Elemente mit modernem Glasbau. Auch im Inneren setzten die Architekten auf moderne Beleuchtung mit LED.
Elbphilharmonie in Hamburg: Sie vereint historische Elemente mit modernem Glasbau. Auch im Inneren setzten die Architekten auf moderne Beleuchtung mit LED.
(Bild: Zumtobel)

Lange Jahre stand sie in der Kritik und am 11. Januar wurde sie nun eröffnet: Die Elbphilharmonie in Hamburg. Das Bauwerk des Schweizer Architekturbüros Herzog & Meuron steht auf mehr als 1000 Stahlbetonpfählen direkt an der Elbe. Auf einem ehemaligen Speicher aus Backstein wurde ein zeltartiger Glasbau gesetzt.

Neben der Akustik spielt bei solch einem Bauwerk auch die Beleuchtung eine nicht ganz unwichtige Rolle. Für die Beleuchtung im Inneren der Philharmonie war unter anderem Zumtobel zuständig und realisierte verschiedene Beleuchtungslösungen innerhalb des Gebäudes.

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Optisch im wörtlichen Sinne besonders herausragend ist dabei die Sonderlichtlösung zur Allgemeinbeleuchtung im Konzertsaal: Hier greift der Beleuchtungsspezialist das Architektur-Konzept – die Verbindung von Alt und Neu – wieder auf und entwickelte in enger Zusammenarbeit mit Herzog & de Meuron, dem Lichtplanungsbüro Ulrike Brandi Licht in Hamburg und dem Glasgestalter Detlef Tanz aus Wegberg rund 1200 mundgeblasene Glaskugelleuchten, die wie lichtgefüllte Wasserblasen aus der wellenförmigen Akustikdecke auftauchen.

Der Leuchtenkörper ist dabei für den Betrachter unsichtbar in die Decke verbaut. Die traditionelle Handwerkskunst in Kombination mit LED-Technik war nicht ganz einfach. Das Ergebnis ist eine Sonderleuchte mit einer Farbtemperatur von 2700 K. Des Weiteren lassen sich die Kugelleuchten über DMX steuern und zudem stufenlos dimmbar. Eine Besonderheit: Die Leuchten sind HDTV-tauglich. Das heißt, Filmaufnahmen im Konzertsaal sind zu 100 Prozent flimmerfrei möglich. Ein Drittel der Leuchten ist außerdem in das Notlichtsystem eingebunden.

In der Plaza befinden sich weitere 870 maschinell aus Kunststoff gefertigte Kugelleuchten. Sie sind rautenförmig gruppiert und dienen ebenfalls der Allgemeinbeleuchtung. Mit einer Farbtemperatur von 3000 K spenden sie warmweißes Licht. Auch diese LED-Leuchten lassen sich stufenlos über DALI dimmen und sind teilweise in die Notlichtanlage eingebunden.

Leuchtstoffröhre und RGB-LED-Modul

Eine weitere Sonderleuchte entwickelte Zumtobel speziell für das Foyer und die Garderobe vor dem Konzertsaal. Es handelt sich dabei um eine Hybridleuchte mit handgefertigter Leuchtstoffröhre und einem RGB-LED-Modul, die beide über eine DALI-Schnittstelle getrennt voneinander gesteuert werden können. Während die konventionelle Leuchtstoffröhre der Allgemeinbeleuchtung dient, ist über das RGB-LED-Modul je nach Stimmung die gewünschte Farbe einstellbar. Damit lassen sich die 750 Leuchten je nach Veranstaltung individuell einstellen und zur emotionalen Effektbeleuchtung nutzen. Ein Teil der Leuchtstoffröhren ist auch hier wieder in die Notlichtanlage integriert.

Darüber hinaus sind bewährte Standardleuchten verbaut: Die Allgemeinbeleuchtung im Restaurant Störtebecker wird durch „DIAMO“- und „VIVO“-Strahler auf Stromschienen realisiert und durch „LITECOM“ gesteuert. Dabei handelt es sich um einen Controller mit integriertem Web-Server, um entsprechende Systeme zu konfigurieren und zu bedienen.

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