Additive Fertigung Kunststoffe aus alternativen Rohstoffen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Covestro will mit rezyklierten, CO2-basierten und biobasierten Kunststoffen einen Beitrag zur Umstellung des 3D-Drucks auf die Kreislaufwirtschaft leisten.

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Aus einem biobasierten TPU-Material wurde bereits eine Schuh-Innensohle mit selektivem Lasersintern (SLS) gedruckt.
Aus einem biobasierten TPU-Material wurde bereits eine Schuh-Innensohle mit selektivem Lasersintern (SLS) gedruckt.
(Bild: Covestro)

Ein Teil der Rohstoffe für die rezyklierten Kunststoffe fällt in Form post-industrieller Abfälle in Produktionsstätten von Covestro an und kann nach Umarbeitung als Filament für das FDM-Verfahren verwendet werden. Eins der entwickelten Filamente aus rezykliertem Kunststoff ist ein Polycarbonat-Blend und eignet sich für Anwendungen, die zum Beispiel eine hohe Temperaturbeständigkeit voraussetzen.

Ebenfalls vielversprechend sind Polyole der Marke Cardyon, in denen CO₂ einen Teil der bisher verwendeten petrochemischen Rohstoffe ersetzt. Daraus lassen sich zum Beispiel thermoplastische Polyurethane (TPU) herstellen, die als Pulver oder Filamente in der additiven Fertigung eingesetzt werden können.

Außerdem entwickelt Covestro zurzeit teilweise biobasierte Produkte für den 3D-Druck, in denen der Kohlenstoffgehalt zu fast 50 % aus Biomasse stammt. Aus einem solchen Material wurde bereits eine Schuh-Innensohle mit selektivem Lasersintern (SLS) gedruckt. TPUs tragen allgemein zur vermehrten Nachhaltigkeit in pulver-basierten 3D-Druckverfahren bei, da bis zu 100 % des nicht versinterten Pulvers – aufgrund der niedrigen Bauraumtemperaturen – wiederverwendet werden können.

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