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Zustandsüberwachung Kostenreduzierung durch präventive Zustandsüberwachung

| Redakteur: Jan Vollmuth

Bei der SPS IPC Drives 2016 präsentierte Mitsubishi Electric mit dem Smart Condition Monitoring Kit (SCM) die Weiterentwicklung seiner Technologie zur präventiven Zustandsüberwachung. Der vorkonfigurierte Schaltschrank ist eine fertige ganzheitliche Condition Monitoring Lösung zur permanenten Installation und Integration in vorhandene Applikationen.

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Das SCM bietet eine umfassende Zustandsanalyse einzelner Maschinen sowie einen kompletten Überblick über den Zustand der gesamten Fabrik. Es realisiert somit eine Kostenreduzierung im Bereich der Instandhaltung und Life Cycle Management.
Das SCM bietet eine umfassende Zustandsanalyse einzelner Maschinen sowie einen kompletten Überblick über den Zustand der gesamten Fabrik. Es realisiert somit eine Kostenreduzierung im Bereich der Instandhaltung und Life Cycle Management.
(Bild: Mitsubishi Electric Europe B.V.)

Herkömmliche Konzepte zur Überwachung berücksichtigen oft nur die klassischen Maschinen- und Prozessparameter wie Temperatur, Druck oder Betriebsstunden. Schwingungsanalysen waren bislang Experten vorbehalten, dazu aufwendig und teuer. Doch die Einführung von Sensoren hat die Zustandsüberwachung revolutioniert.

Sie ermöglichen zwar Basis-Monitoring-Funktionalitäten mit Hilfe eines Ampelsystems mit rotem, orangem und grünem Licht, welches einen Minimalstatus über den Betriebszustand einer Maschine liefert. Jedoch stehen durch dieses vereinfachte System nur wenige Informationen für die Analyse zur Verfügung, durch die keine praktischen Empfehlungen abgeleitet werden können.

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Überblick über den gesamten Anlagenzustand

Mit der neuentwickelten Technologie des SCM können die Sensoren die gesamte Reihe an Parametern überwachen. Die Auswertung dieser Daten gibt einen Überblick über den gesamten Anlagenzustand. Durch diesen Ansatz konnten viele große Hersteller Ihre Wartungen effektiver planen, Stillstandzeiten vermeiden und Ihre Wartungskosten erheblich senken.

Das SCM Kit ermöglicht ein integriertes Monitoring einzelner Anlagen und verfolgt somit einen ganzheitlichen Ansatz zur Zustandsüberwachung der gesamten Fabrik. Einzelne Sensoren geben weiterhin über das Ampelsystem eine lokale Warnmeldung an der Maschine aus. Gleichzeitig werden Informationen von verschiedenen Sensoren gebündelt und über Ethernet zur intelligenten Sensorsteuerung (z. B eine SPS von Mitsubishi Electric) geleitet, um eine detaillierte Überwachung und genauere Analysen zu erhalten.

Bis zu 14 Sensoren einsetzbar

Die SCM Kits bestehen aus einem Schaltschrank mit Sensor-Controller, Bedienanzeige und einem vorkonfektionierten Schwingungssensor und können auf bis zu 6 bzw. 14 Sensoren erweitert werden. Die Inbetriebnahme erfolgt einfach über Plug&Play mittels Bedienanzeige, auch ohne Expertenwissen im Bereich Condition Monitoring.

Smart-Check-Sensoren können bei Bedarf genau dort, wo sie benötigt werden, in Maschinen eingebaut werden. Über eine einfache Teach-Funktion merken sich Sensor und Steuerung den normalen Betriebsstatus der Maschine und generieren ein Speicherabbild der Schlüsselparameter. Nach der einmaligen Installation überwacht das SCM jede Anlage rund um die Uhr und erkennt Lagerdefekte, Unwuchten, Ausrichtungsfehler, Schmiermittelmangel, Temperatur, Kavitation, Phasenausfälle und Resonanzfrequenz.

Verschiedene Alarmbedingungen definierbar

Werden verschiedene Sensoren innerhalb des Systems verknüpft, kann die Steuerung Betriebsmuster außerhalb der Norm analysieren. Verschiedene Alarmbedingungen können Warntöne generieren, wenn Handlungsbedarf besteht. Das SCM ermöglicht eine Analyse mit detaillierter Diagnose. Die vom Schwingungssensor ermittelten Daten werden im Sensor-Controller aufbereitet und an der Bedienanzeige als Status oder Klartextalarm mit Wartungsmaßnahme angezeigt, durch die dann eine Wartungsaktion zeitlich geplant werden kann. Die Einbindung von externen Referenzsignalen für die Messaufgabe ist problemlos über den Sensor-Controller möglich sowie die Weiterleitung an entsprechende Netzwerkebenen und deren Datenbanken.

Das SCM bietet eine umfassende Zustandsanalyse einzelner Maschinen sowie einen kompletten Überblick über den Zustand der gesamten Fabrik. Es realisiert somit eine Kostenreduzierung im Bereich der Instandhaltung und Life Cycle Management durch frühzeitiges Erkennen von Zustandsänderungen und unterstützt durch die Transparenz der Messwerterfassung auf verschiedensten Ebenen den Industrie 4.0-Gedanken.

Die Lösung bietet überall dort einen hohen Mehrwert, wo Motoren, Getriebe, Pumpen und Lüfter überwacht werden sollen. (jv)

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