PDM Konstruktionsdaten effizient managen

Autor / Redakteur: Russell Brook / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Mit synchronisierten Entwicklungsumgebungen für das Datenmanagement kann Entwicklern und Konstrukteuren die Arbeit deutlich vereinfacht werden. Siemens PLM bietet mit Solid Edge SP eine solche Engineering-Plattform.

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In einer verwalteten Umgebung für Zusammenarbeit kommt eine flexible, leistungsfähige Bauteilstruktur zum Tragen, in der alle Dokumente gebündelt sind, die eine Konstruktion beschreiben.
In einer verwalteten Umgebung für Zusammenarbeit kommt eine flexible, leistungsfähige Bauteilstruktur zum Tragen, in der alle Dokumente gebündelt sind, die eine Konstruktion beschreiben.
(Bild: Siemens PLM)

Konstruktionsabteilungen müssen ihre Ziele im Hinblick auf fristgerechte Markteinführung, Qualität und Kosten erreichen. Dafür ist eine effektive Verwaltung der Konstruktionen unumgänglich, denn das effektive Management der Konstruktionsdaten macht die Arbeit für Ingenieure und Produktentwickler einfacher. CAD-Dateien, Zeichnungen, Spezifikationen, Stücklisten (Bill of Materials, BOM) und andere produktbezogene Informationen liegen in einem solchen System strukturiert vor, sind sicher abgelegt und jederzeit gut zugänglich.

Die komplexen Beziehungen innerhalb dieser Daten werden ebenfalls transparent. Ingenieure haben dadurch jederzeit Überblick darüber, was ihre Änderungen bewirken. Dadurch steigt einerseits die Effizienz, andererseits werden Fehler bei der Produktentwicklung vermieden und Risiken minimiert. Letztendlich verhilft Konstruktionsdatenmanagement zu gesteigerten Umsätzen und unter dem Strich zu höherem Profit.

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Ordnung beeinflusst die Effizienz

Die Vorteile einer effektiven Verwaltung von Konstruktionsdaten liegen auf der Hand. Trotzdem halten gerade kleinere Unternehmen die Softwarelösungen, die derzeit verfügbar sind, für zu komplex im Hinblick auf Installation und Wartung. Aber auch sie stehen vor einer stetig wachsenden Datenmenge. Um ihr Herr zu werden, verlassen sich viele auf Netzlaufwerke, Ordnerstrukturen und Namensregelungen, weil häufig ein richtiges System fehlt. Diese Strukturen sind dafür aber nicht ausgelegt – ein Ordnungssystem auf einer solchen Basis behindert sogar eher die effiziente Bearbeitung von Konstruktionsprojekten. Das Ergebnis sind Einbußen bei der Produktivität, weil Daten schwer zu finden sind. Häufig werden Aufgaben sogar von neuem begonnen, obwohl bereits eine entsprechende Konstruktion vorliegt.

Studie bestätigt Herausforderungen

Eine Studie von Siemens PLM Software aus dem Jahr 2011, an der 2.300 Konstrukteure und Führungskräfte aus produzierenden Unternehmen teilnahmen, bestätigt: Hersteller weltweit sehen die Verwaltung ihrer Konstruktionsdaten als geschäftskritische Herausforderung. Die Hürden werden sogar als so hoch angesehen, dass sie die frist- und budgetgerechte Umsetzung von Konstruktionsprojekten maßgeblich beeinflussen.

Die Antworten auf die Frage, wie schwerwiegend die Herausforderungen für das Unternehmen beim Management von Konstruktionsdaten sind, zeigen deutlich: Eine Vielzahl von Herstellern aus verschiedenen Branchen stehen vor ähnlichen Problemen. Selbst grundlegende Vorgänge wie Suchfunktionen und das Auffinden der richtigen Daten sind häufig aufwändig. Nach den Erkenntnissen der Studie verschwenden rund ein Viertel der befragten Unternehmen (26 %) mehr als 20 % ihrer Zeit für unproduktive Verwaltungsaufgaben. Das bedeutet: Ingenieure verbringen einen kompletten Tag pro Woche damit, bestehende Konstruktionsdaten manuell zu suchen und an einen neuen Verwendungszweck anzupassen.

Unabhängig von der Unternehmensgröße

Die Studie zeigt darüber hinaus, dass dieses Problem nicht nur kleine Unternehmen betrifft: Im Gegenteil - die Unternehmensgröße spielt kaum eine Rolle. Die Schwierigkeiten treten in Organisationen jeder Größe auf und nehmen zu, wenn Produkte komplexer werden.

Legt man den Umfang der Stückliste als Indikator für die Komplexität von Produkten zu Grunde, wird deutlich: Das Konstruktionsdatenmanagement wird umso schwieriger, je umfangreicher das Produkt ist. Das erschwert die Situation zusätzlich.

Manuelles Dateimanagement bremst nicht nur den Arbeitsablauf, es hat darüber hinaus auch handfeste technische Nachteile. Ein Beispiel: Verschiebt ein Anwender umfangreiche Dateien im Netzwerk, dann belegt er damit unter Umständen so viel Bandbreite, dass der gesamte Datenverkehr blockiert wird. In der Folge leiden alle Anwender unter der geringeren Systemleistung.

Das größte Problem aber ist der Faktor Mensch. Umgebungen ohne Datenverwaltungssysteme sind in hohem Maß von den beteiligten Personen abhängig. Ohnehin schwer auffindbare Daten gehen zum Beispiel ganz verloren, wenn der verantwortliche Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

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