Stellenmarkt

Konstrukteure für 3D-Druck gesucht wie nie

| Redakteur: Katharina Juschkat

Noch werden die meisten Stellen im Maschinen- und Anlagenbau gesucht, doch andere Branchen ziehen nach.
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Noch werden die meisten Stellen im Maschinen- und Anlagenbau gesucht, doch andere Branchen ziehen nach. (Bild: Joblift)

3D-Druck schafft neue Jobs: Laut einer Analyse der Jobbörse Joblift haben sich im letzten Jahr die Stellenanzeigen im 3D-Druck-Bereich fast verdoppelt. Vor allem Konstrukteure und Maschinenbauer für den Maschinen- und Anlagenbau sind gesucht.

Vor einigen Jahren war die additive Fertigung noch ein Nischenthema. Aber dank neuer technischer Möglichkeiten ist der 3D-Druck heute in vielen Bereichen einsetzbar, die Branche meldete seit 2016 durchschnittlich 21 Prozent mehr Umsatz pro Jahr. Die Jobplattform Joblift hat die Entwicklung des Stellenmarktes im 3D-Druck-Bereich untersucht und eine immense Nachfrage verzeichnet. In den letzten zwei Jahren wurden über 6000 Stellen geschaffen, 2017 betrug das Wachstum 88 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von diesem Aufschwung profitierten laut der Jobbörse vor allem Kleinunternehmen und inserierten 2017 mehr als doppelt so häufig wie noch im Vorjahr.

Stellenangebote im 3D-Druck-Bereich fast verdoppelt

Momentan findet die additive Fertigung am häufigsten im Maschinen- und Anlagenbau Anwendung, doch in Zukunft könnten sich Medizintechnik, Automobilbranche und Luft- und Raumfahrttechnik zu entscheidenden Einsatzgebieten entwickeln: Die Stellenanzeigen haben sich in diesen Branchen 2017 mehr als verdreifacht.

In den letzten 24 Monaten ließ sich ein ausgesprochen starkes Stellenwachstum in der additiven Fertigung beobachten. Wurden 2016 noch 2178 Jobs ausgeschrieben, waren es im vergangenen Jahr bereits 4099 – das entspricht einer Zunahme von 88 Prozent. Dass die Branche so rasant wächst, liegt sicherlich an der immer schneller werdenden Drucktechnologie und der steigenden zahl an Materialien, mit denen gedruckt werden kann.

Kleine Unternehmen bieten immer mehr Jobs

Und wo genau wächst die Branche am meisten? Wirft man einen Blick auf die Unternehmensgrößen, entstehen rund die Hälfte der Jobs in Konzernen mit über 1000 Mitarbeitern. 22 Prozent der Ausschreibungen stammen von Kleinunternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern. In den kleinen Unternehmen nahmen die Stellenanzeigen im letzten Jahr jedoch vermehrt zu: 2017 wuchsen sie um 120 Prozent, bei Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern „nur“ um 73 Prozent.

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Die Wahl der Standorte der inserierenden Unternehmen spricht für eine Dezentralisierung der Branche: München, Hamburg und Berlin führen zwar auf den Plätzen eins bis drei die zehn meistausschreibenden Städte an und München bündelt dabei ganze 15 Prozent aller Stellen. Drei der zehn wichtigsten Standorte befinden sich jedoch in Städten mit weniger als 8000 Einwohnern, die vier übrigen liegen zwischen 25.000 und 600.000 Einwohnern. Die beiden Unternehmen mit den meisten Stellenausschreibungen im 3D-Druck-Bereich 2017, die EOS GmbH und die DMG Mori AG, sitzen beispielsweise in Krailling und Bielefeld.

Mit 2205 Inseraten wurden im Maschinen- und Anlagenbau die meisten Stellen geschaffen, aber auch die Automobilbranche (1403 Stellen), die Zahn- und Medizintechnik (1343 Stellen) und Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt (1289 Stellen) schrieben laut Jobware vermehrt Stellen aus. Während das Stellenangebot sich im Maschinen- und Anlagenbau 2017 verdoppelte, inserierten die Medizintechnik- und Automobilbranche mehr als dreimal so häufig wie noch im Vorjahr. Unternehmen in der Luft- und Raumfahrtindustrie schrieben im vergangenen Jahr sogar 251 Prozent mehr Stellen in der additiven Fertigung aus. Besonders gefragt waren neben Konstrukteuren und Maschinenbauern, die in 1136 Inseraten gesucht wurden, vor allem Programmierer in 710 der Vakanzen. Außerdem richteten sich 581 der Gesuche an Sales und Business Development Experten und 458 Stellen entstanden in der Forschung und Entwicklung.

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