Umfrage KI-Kompetenzen sind Top-Priorität bei Einstellungen

Quelle: Autodesk 5 min Lesedauer

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Mit dem State of Design & Make Report untersucht Autodesk die Einstellung von Führungskräften zu den Themenfeldern Kostenkontrolle, Einführung neuer Technologien und Bewältigung von Talent- und Qualifikationslücken. Die Ergebnisse 2025 zeigen: Trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten investieren die meisten Führungskräfte weiterhin in KI und technologische Fortschritte, Akquisitionen und Nachhaltigkeit.

Die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage von Autodesk zeigen, dass der Umgang mit technologischen Fortschritten weiter das Ranking der Herausforderungen anführt.(Bild:  Autodesk)
Die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage von Autodesk zeigen, dass der Umgang mit technologischen Fortschritten weiter das Ranking der Herausforderungen anführt.
(Bild: Autodesk)

Obwohl die Investitionen in KI und Technologie nach dem Hype von 2024 rückläufig sind, kommt KI dennoch vielerorts zum Einsatz. Die wichtigsten Erkenntnisse des diesjährigen State of Design & Make Reports im Überblick:

  • KI-Realität setzt ein: Während die Verfügbarkeit von KI-Technologien wächst, flacht die Begeisterung ab. Nur 70 Prozent der Befragten in Deutschland sagen, dass KI ihre Branche verbessern wird – ein Rückgang von 12 Prozentpunkten gegenüber 2024.
  • Fachkräftemangel hemmt Wachstum: Unternehmen stehen vor erheblichem Fachkräftemangel und einem wachsenden Bedarf an Weiterbildungen für ihre Belegschaft. 40 Prozent der deutschen Führungskräfte sagen, dass KI-Fähigkeiten in den nächsten Jahren bei der Einstellung oberste Priorität haben werden.
  • KI unterstützt Nachhaltigkeit: KI ist der wichtigste Nachhaltigkeitsförderer für die Design- und Fertigungsindustrien. 40 Prozent der Führungskräfte in Deutschland sagen, dass sie KI nutzen, um nachhaltiger zu sein, mehr als jede andere Maßnahme; dies ist ein Anstieg von 12 Prozentpunkten gegenüber 2024.

Die Design- und Fertigungsindustrien – Architektur, Ingenieurwesen, Bauwesen und Betrieb; Design und Fertigung; sowie Medien und Unterhaltung – beschäftigen weltweit fast 300 Millionen Menschen (Quelle:www.weforum.org) und werden bis 2027 voraussichtlich einen globalen Marktwert von 30 Billionen US-Dollar (Quellen: www.statista.com, www.oxfordeconomics.com) erreichen. Der jährliche Report von Autodesk ist Unternehmensangaben zufolge die einzige globale Studie, die Führungskräfte aus diesen kollektiven Branchen befragt. Er beleuchtet sowohl die gemeinsamen Themen als auch die branchenspezifischen Herausforderungen.

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Unternehmen, die in die Überbrückung der Qualifikationslücke investieren, sind widerstandsfähiger und besser in der Lage, aufkommende Technologien zu nutzen.

Andrew Anagnost, Präsident und CEO von Autodesk

„Das zunehmende Innovationstempo und die weiter bestehende Forderung nach Nachhaltigkeit verändern die Qualifikationsanforderungen in unseren Branchen. Dies stellt sowohl eine Herausforderung als auch eine enorme Chance für die Führungskräfte in den Bereichen Design und Fertigung dar“, sagte Andrew Anagnost, Präsident und CEO von Autodesk. „Die diesjährigen Ergebnisse sind klar: Unternehmen, die in die Überbrückung der Qualifikationslücke investieren, sind widerstandsfähiger und besser in der Lage, aufkommende Technologien zu nutzen.“

Führungskräfte kämpfen mit der Implementierung von KI

Während die Einführung von KI beschleunigt wird, lässt die Begeisterung dafür etwas nach, insbesondere da Unternehmen mit den Herausforderungen der Implementierung konfrontiert sind – nämlich die Suche nach den richtigen Fachkräften, die den Wandel vorantreiben. Unternehmen, die in Technologie, einschließlich KI, investieren, realisieren schnell Produktivitätsgewinne, während weniger technologisch fortschrittliche Unternehmen sich noch in den frühen Phasen der Einführung befinden. Führungskräfte werden vorsichtiger, was das disruptive Potenzial von KI betrifft.

  • Fast die Hälfte (42 Prozent) der Umfrageteilnehmer in Deutschland sagt, dass KI ihre Branche destabilisieren wird, ein Anstieg um neun Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
  • 67 Prozent der Befragten sagen, dass sie KI in ihrem Bereich vertrauen, was einem Rückgang von 17 Prozentpunkten entspricht.
  • Das Vertrauen in die Entscheidungsfindung durch KI ist ebenfalls gesunken, wobei 67 Prozent der Fachleute Vertrauen in die KI-Entscheidungen ihres Unternehmens haben, ein Rückgang um ganze 20 Prozentpunkte

Trotz dieser Bedenken bleiben Investitionen in KI oberste Priorität. Führungskräfte im Bereich Design und Fertigung sind weiterhin optimistisch und erhöhen auch ihre Investitionen in Schulungen:

  • Mehr als 2 von 3 Führungskräften planen, die Investitionen in KI zu erhöhen.
  • Nur 33 Prozent der Fachleute berichten, dass ihre Unternehmen ihre KI-Ziele erreichen oder kurz davor stehen – ein Hinweis darauf, dass viele noch einen längeren Weg vor sich haben.
  • 72 Prozent der technologisch fortgeschrittenen Unternehmen planen, die Investitionen in digitale Schulungen zu erhöhen, verglichen mit 58 Prozent der weniger technologisch fortgeschrittenen Unternehmen.

Der KI-Boom ist da, aber die Belegschaft ist nicht bereit

Der Fachkräftemangel beeinträchtigt weiterhin das Unternehmenswachstum. Führungskräfte haben Schwierigkeiten, Mitarbeiter mit den richtigen technischen Fähigkeiten zu finden und verfügen gleichzeitig nicht über die Ressourcen, um effektive interne Schulungsprogramme zu entwickeln. Diese wachsende Qualifikationslücke zwingt Führungskräfte dazu, ihre Strategien für die Belegschaft zu überdenken.

  • 40 Prozent in Deutschland sagen, dass KI-Fähigkeiten in den nächsten drei Jahren bei der Einstellung oberste Priorität haben werden.
  • 61 Prozent der Führungskräfte berichten, dass der Mangel an qualifizierten Talenten ein Hindernis für das Wachstum darstellt, ein Anstieg um 35 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
  • 61 Prozent in Deutschland sagen, dass neue Mitarbeiter mit den richtigen technischen Fähigkeiten schwer zu finden sind, ein Anstieg um 33 Prozentpunkte gegenüber 2024.

Unternehmen erkennen zwar die Bedeutung von Weiterbildungen, tun sich aber oft schwer damit, Herausforderungen mit Schulungen am Arbeitsplatz zu überwinden, die ihren Mitarbeitern – und ihren Unternehmen – helfen könnten, mit dem schnellen Tempo der Transformation Schritt zu halten.

Konstruktionsleiter Forum

Produktentwicklung neu denken

Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Doch kennen Sie die Herausforderungen der Produktentwicklung im 21. Jahrhundert?

Das Konstruktionsleiter Forum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für Hürden sensibilisieren, sowie Tools und Methoden aufzeigen, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.

Um erfolgreich zu sein, muss die nächste Generation über ausgeprägte KI-Kompetenzen verfügen und lernen, mit der Technologie zusammenzuarbeiten. Branchenführer müssen die Lücke zwischen Bildung und den Anforderungen einer von KI geprägten Arbeitswelt schließen, indem sie den Zugang zur Technologie demokratisieren, projektbasierte praxisnahe Lernumgebungen gestalten und junge Talente mit den gefragten Jobmöglichkeiten in verschiedenen Sektoren vernetzen.

Nachhaltigkeit beeinflusst Mitarbeiterbindung und Umsatzsteigerungen

Nachhaltigkeit bleibt ein Unterscheidungsmerkmal für deutsche Unternehmen, die Wachstum fördern, Resilienz aufbauen und Top-Talente anziehen möchten. Auch wenn die Nachfrage nach Nachhaltigkeit von Kunden, Investoren und Mitarbeitenden im Vergleich zu den letzten Jahren sinkt, ergreifen Unternehmen weiterhin Maßnahmen, um nachhaltiger zu werden.

  • Waren es 2024 nach Angaben der für den Report Befragten weltweit noch 90 Prozent der Kunden, wollen heute nur noch 87 Prozent, dass ihre Projekte anhand von Nachhaltigkeitskriterien umgesetzt werden. Seitens der Mitarbeiter sind es 2025 69 Prozent (2024 waren es noch 88 Prozent), von den Investoren interessieren sich aktuell nur 64 Prozent dafür (2024 noch 86 Prozent).
  • Gleichzeitig geben 95 Prozent der Befragten aus Deutschland an, dass ihr Unternehmen Maßnahmen ergreift, um nachhaltiger zu werden.
  • 72 Prozent der Fachleute in technologisch fortschrittlichen Unternehmen sagen, dass Nachhaltigkeitsbemühungen helfen, Talente anzuziehen und zu binden.
  • Unternehmensleiter in Deutschland sehen die finanziellen Vorteile der Nachhaltigkeit. Nur 65 Prozent glauben jedoch, dass Nachhaltigkeit mehr als 5 Prozent ihres Jahresumsatzes generieren kann – ein Rückgang von 22 Prozentpunkten zum Vorjahr.
  • KI spielt weiterhin eine entscheidende Rolle bei Nachhaltigkeitsbemühungen, wobei 40 Prozent der deutschen Unternehmen KI nutzen, um nachhaltiger zu sein, ein Anstieg von 12 Prozentpunkten im Jahr 2024.

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