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Fahrerloses Transportsystem Konsequent modulares und wartungsfreundliches Design

Redakteur: Jan Vollmuth

Eine neues Fahrerloses Transportsystem setzt kompromisslos auf ein modulares, wartungsoptimiertes Design und verspricht damit eine deutlich erhöhte Lebensdauer.

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Das modulare FTS-System Vario Move besteht aus einer Antriebseinheit sowie verschiedenen Ausstattungsmöglichkeiten.
Das modulare FTS-System Vario Move besteht aus einer Antriebseinheit sowie verschiedenen Ausstattungsmöglichkeiten.
(Bild: EK Automation)

Flotte Flitzer: Fahrerlose Transportsysteme (FTS) leisten einen entscheidenden Beitrag zur Optimierung von Prozessen in der Intralogistik, denn sie sorgen dafür, dass das richtige Teil immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Der Spezialist für Transportrobotik EK Automation mit Hauptsitz in Rosengarten hat mit dem Vario Move ein Fahrerloses Transportfahrzeug (FTF) entwickelt, mit dem das Unternehmen die Klasse der automatisierten Standardfahrzeuge neu definieren möchte. So sollen die Verwendung von besonders hochwertigen Maschinenkomponenten und die clevere Konstruktion dafür sorgen, dass sich der Lebenszyklus im Vergleich zu herkömmlichen automatisierten Serienflurförderfahrzeugen verdoppeln kann. Zudem sollen sich gleichzeitig die Lieferzeit und Kosten für die Gesamtinvestition um bis zu zehn Prozent reduzieren lassen.

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Modulare Konstruktion verdoppelt die Lebensdauer

Fahrerlose Transportsysteme sind sehr robust und auf eine sehr lange Lebensdauer ausgelegt, in der Regel beträgt der Lebenszyklus dieser Fahrzeuge etwa ein Jahrzehnt. Ist die Verschleißgrenze erreicht, müssen die Fahrzeuge ausgetauscht oder einem Refit unterzogen werden. Hier sah EK Automation deutliches Optimierungspotenzial: Dank einer modularen Konstruktion, besonders hochwertigen Bauteilen und einem wartungsfreundlichen Design verspricht der Vario Move eine doppelt so lange Lebensdauer.

Das neue Fahrzeug besteht aus einer Antriebseinheit und diversen Anbauten. Ganz gleich, ob der Anwender ein Hub- oder Transportfahrzeug wünscht: Es kommt immer dieselbe Antriebseinheit zum Einsatz, die mit unterschiedlichen Lastaufnahmemitteln für die jeweiligen Transportaufgaben ausgestattet wird. Der Vorbau ist so konstruiert, dass diverse Lastaufnahmemittel problemlos an eine Standardschnittstelle angefügt werden können. Dafür hält EK Automation standardisierte Module bereit, die schnell und problemlos integriert oder aber wieder getrennt werden können.

Alle Komponenten rasch erreichbar

Die Fahrzeuge der Vario-Move-Produktpalette werden mit moderner Sicherheitstechnik ausgestattet, um die Sicherheit der Anwender in den Betrieben zu erhöhen. Alle wesentlichen am Markt verfügbaren Navigationstechniken lassen sich für die automatisierten Transportfahrzeuge einsetzen.

Im Bereich der Wartung sahen die Konstrukteure von EK Automation deutliche Verbesserungsmöglichkeiten. Bei der Konstruktion des Vario Move legten sie daher Augenmerk auf eine unkomplizierte Erreichbarkeit aller Komponenten. Eine gasdruckfederunterstützte Abdeckhaube auf dem Fahrzeug ermöglicht den einfachen und ergonomischen Zugang zur Fahrzeugsteuerung. Zusätzlich lässt sich die gesamte Frontabdeckung wie eine Motorhaube mit wenigen Handgriffen abnehmen. Anschließend befinden sich alle Bauteile sofort im Zugriff. Der untere Bereich der Fahrzeugfront, der die erforderliche Sicherheitstechnik enthält, ist außerdem eigenständig integriert. So lässt sich dieser besonders solide ausgeführte „Stoßstangenbereich“ bei möglichen Beschädigungen schnell, einfach und separat austauschen.

Deutlich verkürzte Lieferzeit

EK Automation verspricht für den Vario Move eine bis zu 50 Prozent reduzierte Lieferzeit, da beim Vario Move sowohl die Antriebseinheit als auch die Lastaufnahmemittel standardisiert und bei EK Automation auf Lager sein werden.

Mit dem Vario Move hat EK Automation ein Fahrerloses Transportfahrzeug entwickelt, das mit seinem Kosten-Nutzen-Verhältnis überzeugt. Bei entsprechender Wartung und Pflege soll der Vario Move laut Hersteller gut 20 Jahre in Betrieb sein können. Das System soll ab etwa Ende 2020 verfügbar sein. (jv)

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