Switch Komponenten in Roboterzelle unkompliziert vernetzen

Um die Ethernet-Teilnehmer ihrer Roboterzellen unkompliziert und kompakt zu vernetzen, setzen die Automatisierungsexperten von Handling Tech unmanaged 8-Port- und 16-Port-Switche von Murrelektronik ein.

Firmen zum Thema

Handling Tech rüstet seine Standard-Roboterzellen mit zwei Xelity-Switches von Murrelektronik aus.
Handling Tech rüstet seine Standard-Roboterzellen mit zwei Xelity-Switches von Murrelektronik aus.
(Bild: Murrelektronik)

Handling Tech bietet Anwendern individuelle Roboterzellen. Von Standardsystemen bis hin zu hochkomplexen Sonderanlagen mit ergänzenden Prozessen und Teilezuführungen in der Automatisierung ist nahezu alles möglich. Als Systempartner kann das Unternehmen ein Projekt vom weißen Blatt Papier bis zur Realisierung der Anlage und darüber hinaus betreuen – von der Beratung und Planung über die Konstruktion und Montage bis zu After-Sales-Leistungen.

Daten aus dem Feld in den Schaltschrank bringen

Handling Tech bietet Anwendern individuelle Roboterzellen – von Standardsystemen bis hin zu hochkomplexen Sonderanlagen.
Handling Tech bietet Anwendern individuelle Roboterzellen – von Standardsystemen bis hin zu hochkomplexen Sonderanlagen.
(Bild: Handling Tech)

Im Bereich der dezentralen Automatisierungstechnik ist Murrelektronik seit vielen Jahren Partner. Marco Balzuweit ist bei Handling Tech verantwortlich für die Elektrokonstruktion. Er sagt: „Den Anfang der Zusammenarbeit bildeten Verteiler aus der Exact-Familie von Murrelektronik, um die Daten von Sensoren im Feld einzusammeln und in den Schaltschrank zu bringen. Ihnen folgten verschiedene Netzteil- Baureihen. Vor kurzem haben wir uns entschieden, auch bei den E/A-Verteilern im Schaltschrank Produkte von Murrelektronik einzusetzen. Derzeit fassen I/O-Systeme der Baureihe Cube 20 S die digitalen Ein- und Ausgänge in einer Zelle zusammen und bringen sie in den Feldbus. Auch aus dem Programm an Verbindungstechnik bedienen wir uns.“

Datenpakete mit bis zu 100 Mbit/s übertragen

Seit Anfang 2019 sind in den Standard-Roboterzellen Switche von Murrelektronik gesetzt. „Türöffner“ waren die Unmanged Switche der Baureihe Xelity. Die Geräte sind derzeit mit 8 Ports verfügbar. Push-In-Klemmen für den Poweranschluss erleichtern die Verdrahtung der einzelnen Switche. Die Geräte priorisieren Profinet-Protokolle und ziehen somit Profinet-Daten den Ethernet-Daten vor. Datenpakete mit bis zu 100 Mbit/s können mit ihnen übertragen werden.

Henning Schultz ist bei Handling Tech in der Fertigung als Elektriker und als Elektrokonstrukteur tätig. Ihn haben die Xelity-Switche überzeugt: „Die kompakte Bauform der Xelity-8-Ports ist super. Sie passen problemlos auch neben ein Netzteil, Schütz oder Relais, ohne extra Platz auf der Hutschiene oder in den Kabelkanälen schaffen zu müssen. Sehr praktisch finde ich auch die einfache Spannungsversorgung über die Push-In-Klemmen, während viele Marktbegleiter noch einen zusätzlichen Stecker mit Schraubverschlüssen haben, was den Anschluss verkompliziert.“

Zwei Switche pro Standard-Roboterzelle

Ein erfolgreiches Team: Marco Balzuweit und Henning Schultz von Handling Tech sowie Nancy Locher und Dennis Zimmer von Murrelektronik (v. l.).
Ein erfolgreiches Team: Marco Balzuweit und Henning Schultz von Handling Tech sowie Nancy Locher und Dennis Zimmer von Murrelektronik (v. l.).
(Bild: Murrelektronik)

Und weiter: „Wir sehen für jede Standard-Roboterzelle zwei Xelity-Switche vor, um Ethernet und Profinet wenn möglich zu trennen. Wenn vielleicht auch nur vier oder fünf Ports belegt sind – in der höchsten Ausbaustufe brauchen wir alle. Switche von Murrelektronik sind heute Bestandteil fast jeder Anlage.“ Über Ethernet TCP/IP wird der Industrie-PC, der Roboter sowie die Sicherheits- und Fernwartungssysteme an den Switch angebunden, ebenso eine Schnittstelle außen am Schaltschrank, um diesen für Serviceeinsätzen nicht öffnen zu müssen. Damit ist ein Großteil der Ports belegt, und es bleiben noch ein, zwei Ports als Reserve.

Nicht nur Neuanlagen werden mit den Xelity-Switches ausgestattet. Viele ältere Anlagen sind heutzutage noch nicht standardmäßig mit einem Bus-System und Ethernet ausgestattet. Die Elektrotechnik-Experten von Handling Tech haben bei Umbauanlagen wiederholt die Erfahrung gemacht, dass die Switche bei Retrofitmaßnahmen auf Wunsch der Kunden häufig nachträglich integriert werden.

Wie sich 8-Port-Switche von 16-Port-Switchen unterscheiden

„Man möchte denken, dass acht und acht sechzehn sind. Das ist hier aber definitiv nicht der Fall. Denn die Verbindung zwischen den beiden 8-Port-Switche ist nicht auf die Verarbeitung großer Datenmengen ausgelegt. Unser Gerät ist ein reiner 16-Port-Switch mit dem passenden Controller-Chip. Es arbeitet zuverlässig und hat die nötige Leistungsstärke“, sagt Dennis Zimmer, Produktmanager Switche, bei Murrelektronik.
„Man möchte denken, dass acht und acht sechzehn sind. Das ist hier aber definitiv nicht der Fall. Denn die Verbindung zwischen den beiden 8-Port-Switche ist nicht auf die Verarbeitung großer Datenmengen ausgelegt. Unser Gerät ist ein reiner 16-Port-Switch mit dem passenden Controller-Chip. Es arbeitet zuverlässig und hat die nötige Leistungsstärke“, sagt Dennis Zimmer, Produktmanager Switche, bei Murrelektronik.
(Bild: Murrelektronik)

Bei großen Datenmengen können die Xelity-Switche bei der Kommunikation an Grenzen stoßen. Hier kommen Unmanaged Switche Tree16 TX zum Zuge. Der 16-Port-Unmanaged-Switch verfügt über zwei Gigabit-Ethernet-Uplink-Ports sowie 14 Fast-Ethernet-Downlink-Ports. Dennis Zimmer, Produktmanager Switche bei Murrelektronik, erläutert den Unterschied der 16-Port-Switche gegenüber Lösungen von Marktbegleitern, die aus zwei miteinander verbundenen 8-Port-Switchen bestehen: „Man möchte denken, dass acht und acht sechzehn sind. Das ist in diesem Fall definitiv nicht der Fall. Denn die Verbindung zwischen den beiden 8-Port-Switches ist nicht auf die Verarbeitung großer Datenmengen ausgelegt. Unser Gerät ist ein reiner 16-Port-Switch mit dem passenden Controller-Chip. Die zusammengesetzten Switche sind vielleicht preisgünstiger, dafür ist unser 16-Port-Switch zuverlässig und hat die nötige Leistungsstärke.“

Beim Handling großer Datenmengen kommen die 
16-Port-Switche von Murrelektronik zum Zuge.
Beim Handling großer Datenmengen kommen die 
16-Port-Switche von Murrelektronik zum Zuge.
(Bild: Murrelektronik)

Besonders in Sondermaschinenlösungen, wo mehrere große Roboter- und Bearbeitungsmodule miteinander vernetzt werden, gibt es Fälle, bei denen die Gigabit-Ports der Unmanaged-16-Port-Switche gebraucht werden.

(ID:47087678)