Dosiersystem Knarzfreier Fahrspaß

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Für das manuelle und automatisierte Applizieren von knarzverhindernden Lacken auf Kunststoffbauteile und Lederinterieur ist maßgeschneidertes Auftragsequipment erforderlich.

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In modernen Automobilen aller Klassen sind die Akustik, Haptik und die Optik sehr wichtige Argumente für den Kaufentscheid des Kunden. Nicht nur durch die Forderung, die Geräuschemissionen in geordnete Bahnen zu lenken, ist die Automobil- und Zulieferindustrie auf starke Partner aus der Schmierstoffindustrie angewiesen. Für die Eliminierung oder Dämpfung von Geräuschen zwischen Kunststoffbauteilen oder Lederinterieur werden Antiknarzlacke angewendet.

Diese speziellen Schmierstoffe bewirken, dass die aufeinander angeordneten Bauteile auch nach längerem Gebrauch nicht „knarzen“. Die entstehenden Geräusche sind unangenehm für den Nutzer und nehmen ohne entsprechende Behandlung der Bauteile im Laufe der Lebensdauer zu. Diese Eigenschaft ist durch den Einsatz der entsprechenden Werkstoffen bedingt. Im Bereich der Werkstoffforschung wird bereits nach optimalen Kunststoffen gesucht. Diese Forschungsarbeiten sind aber für den Automobilsektor noch nicht in der Serie nutzbar.

Auftragslösung von Fahrzeugklasse abhängig

Es ist daher notwendig, geräuschdämpfende und schmierende Medien auf Bauteiloberflächen aufzubringen. Für das Aufbringen dieser Medien, welche Viskositäten von wasserähnlich bis pastenartig aufweisen, gilt es entsprechendes Auftragsequipment bereitzustellen. Hierbei sind für die Industrie unterschiedliche Systeme interessant und notwendig.

Es ist beispielsweise für die Fertigung im Luxussegment interessanter ein Handsystem einzusetzen, um schnell auf sich ändernde Gegebenheiten reagieren zu können. Die Fertigung von Kleinwagen oder Automobilen der Mittelklassen ist in der Regel hochautomatisiert und benötigt daher für das Aufbringen von Antifriction Coatings eine ebensolche Auftragstechnik. Sowohl Handauftragslösungen, wie auch automatische Techniken zum Aufbringen von Medien bietet Walther Systemtechnik an.

Mit diesen Technologien ist es möglich, Antiknarzlacke zielgenau und damit kostenüberschauend auf selektierte Bauteiloberflächen aufzubringen. Mit dem Wunsch entsprechende Medien auf Bauteile aufzutragen um gewünschte Ziele zu erreichen, besteht die Forderung diese Medien auch reproduzierbar aufzubringen.

Manueller Gleitlackauftrag mit Handpen oder Sprühventil

Für den Einsatz von Hand können unterschiedliche, berührende oder berührungslose Verfahren zur Anwendung kommen. Als berührende Auftragsvariante kann ein Stiftdosierventil mit innovativen Adapterköpfen zum Einsatz kommen. Der Mini- Handpen der Walther Systemtechnik ist ein Auslassventil, welches auf Hebeldruck eine bestimmte Menge an Fluid ausfließen lässt. Das Medium wird dann entweder in einen Schaumstoffadapter oder in einen Filz hineingeleitet und kann sauber auf das Bauteil aufgestrichen werden. Der Nutzer bestimmt durch den Druck auf den Hebel auch die aufzustreichende Menge des Mediums. Somit ist auch eine optimale Kontrolle durch den Werker gewährleitet, dass genug Medium auf dem Bauteil appliziert wurde. Zu den im Lieferprogramm befindlichen Standardfilzen und Schaumstoffaufträgern sind auch Speziallösungen für den gezielten Auftrag auf Kanten oder andere Geometrien möglich. Neben den berührenden Verfahren ist es auch möglich, Antiknarzlacke manuell auf Bauteiloberflächen aufzusprühen.

Durch die Sprühventile von Walther Systemtechnik ist es möglich, zielgenau und ohne die Entstehung von gefürchtetem Overspray aufzutragen. Die Versorgung der Auftragsgeräte kann dabei aus unterschiedlichen Behältern, welche optional auch mit Rührwerken erhältlich sind, geschehen. Diese Materialbehälter können als Versorgungsstationen auch für mehrere Arbeitsplätze eingesetzt werden.

Kombination der Ventiltechnik mit automatisierten Handlingsystemen

In der automatisierten Fertigung und Montage können ebenso berührende Systeme, wie auch kontaktlos arbeitende Ventiltechniken zur Anwendung kommen. Die Sprühgeräte können dazu problemlos, fest in bestehende Anlagen integriert werden oder als bewegte Werkzeuge fungieren. Die Kombination von Robotertechnologie mit den kontaktlos arbeitenden Systemen ist dabei genauso möglich, wie mit den berührenden Lösungen.

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