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Kleinwindanlage

Kleinwindkraftanlage gewinnt Industriepreis

| Redakteur: Bernhard Richter

Zum zweiten Mal in Folge wurde die Luvside GmbH für ihre vertikale Klein-Windenergieanlage mit dem Prädikat „Best Of“ des „Industriepreis“ ausgezeichnet.

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Die Luvside GmbH mit Sitz in Grünwald (Landkreis München) entwickelt, baut und vermarktet vertikale Kleinwindenergieanlagen.
Die Luvside GmbH mit Sitz in Grünwald (Landkreis München) entwickelt, baut und vermarktet vertikale Kleinwindenergieanlagen.
( Bild: Luvside )

Schon 2015 hatte das Unternehmen aus Grünwald bei München die Fachjury überzeugt. Im Rahmen der diesjährigen Hannover Messe erhielt Luvside nun den Preis erneut für seine Rotorgeometrie, die eine Leistungssteigerung von über 25 % gegenüber herkömmlichen Savonius-Rotoren erzielt. Nun sucht das Unternehmen erfahrene Partner für eine Serienfertigung seines Rotors.

Gleichzeitig wird das Unternehmen damit in die Industrie-Bestenliste im Internet aufgenommen und gehört offiziell zum „Netzwerk der Besten“ der Initiative Mittelstand.

Luvside ist nicht das erste Unternehmen, das vertikale Kleinwindanlagen anbietet, auch Bauarten der typischen Savonius-Form gab es bereits in der Vergangenheit. Doch konventionelle Savoniusrotoren haben meist ein relativ hohes Eigengewicht und einen niedrigeren Wirkungsgrad als horizontale Kleinwindkraftanlagen. Um diese Nachteile zu eliminieren, ging das Unternehmen bei der Entwicklung seines Rotors neue Wege:

1. Der Rotor folgt zwar der klassischen Savonius-Form, verfügt aber über eine andere Rotorgeometrie mit Vorflügeln. Durch Strömungsführung werden störende Verwirbelungen vermieden. In 3D-Strömungsanalysen zeigte Rotor eine Leistungssteigerung von mehr als 25 %.

2. Durch seine Leichtbauweise mit faserverstärktem Kunststoff oder Aluminium ist der Rotorleichter. Bei schwachen Winden erleichtert sich das Anlaufverhalten.

3. Eine Steuerungselektronik, die auf den Niederdrehzahl-Generator abgestimmt ist, regelt das Zusammenspiel von Windkraft, Drehzahl und Stromabnahme. Um einen Kraftschluss vom Windrad zum Generator herzustellen und die Anzahl der Bauteile zu reduzieren, ist dieser in den Fuß integriert.

Von denAnlagen wurden Prototypen mit Leistungswerten von 1 und 2 KW gebaut installiert. So stehen bereits 1KW-Anlagen in Ottobeuren/Allgäu, bei Bielefeld sowie in Nürnberg, 2KW-Anlagen in Lübeck und bei Stuttgart. Die Fertigungskosten sind wegen der Handfertigung einer Turbine derzeit noch recht hoch. Ziel ist es deshalb, Partner zu finden, mit denen in Serie mit größeren Stückzahlen und geringeren Preisen gefertigt werden kann.

(br)

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