Demontage Klebverbindungen nachhaltig konstruieren

Autor Juliana Pfeiffer

Die Anforderungen an ein kreislaufwirtschaftsgerechtes Produktdesign steigen. Dabei spielt vor allem die Lösbarkeit von Klebverbindungen eine wichtige Rolle. Worauf es dabei ankommt und wie demontagegerechtes Design in der Umsetzung aussieht, haben Experten des Fraunhofer IFAM in der Studie „Kreislaufwirtschaft und Klebtechnik“ veröffentlicht.

Beim kreislaufwirtschaftsgerechten Produktdesign gewinnt die ganzheiltiche Betrachtung des Produktlebenszyklus zunehmend an Bedeutung.
Beim kreislaufwirtschaftsgerechten Produktdesign gewinnt die ganzheiltiche Betrachtung des Produktlebenszyklus zunehmend an Bedeutung.
(Bild: noprati somchit)

Linearwirtschaft versus Kreislaufwirtschaft - nicht nur die Gesetzgebung, sondern auch die Gesellschaft fordert den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen bei der Herstellung, Nutzung und Entsorgung eines Produktes. Bei der Linearwirtschaft oder besser bekannt als Wegwerfwirtschaft wird ein Großteil der eingesetzten Rohstoffe nach der jeweiligen Nutzungsdauer der Produkte deponiert oder verbrannt. Nur ein geringer Anteil wird einer Wiederverwendung zugeführt.

Die Kreislaufwirtschaft wiederum stellt ein regeneratives, in diesem Sinne erneuerbares System dar. Um eine Linearwirtschaft auch in der Industrie zu vermeiden, sind ressourcenschonende Materialentwicklungen und Verbindungstechnologien gefragt. Für dieses Ziel haben Experten des Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM ihr Fachwissen gebündelt und in der Studie „Kreislaufwirtschaft und Klebtechnik“ veröffentlicht. Sie macht deutlich, dass die Klebtechnik mit ihrem technologischen Potenzial nicht Teil des Problems ist, sondern Teil der Lösung.