Elastomer Kabelmäntel aus Levapren

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Der halogenfreie Ethylen-Vinylacetat-Synthesekautschuk (EVM) Levapren von Lanxess trägt in Kabelmänteln erheblich dazu bei, die Feuergefahr im Umfeld der Stromgeneratoren zu verringern.

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Gerade in großen Windenergieanlagen setzen Ingenieure den Werkstoff Levapren des Spezialchemie-Konzerns Lanxess in Kabelmänteln ein.
Gerade in großen Windenergieanlagen setzen Ingenieure den Werkstoff Levapren des Spezialchemie-Konzerns Lanxess in Kabelmänteln ein.
(Bild: Lanxess)

In großen Windkraftanlagen fließen erhebliche Ströme unter Spannungen von über 500 Volt. Daher gilt es, Brände durch Kurzschluss oder Blitzschlag schon im Vorfeld so gut wie möglich zu vermeiden. Die Industrie bietet für entsprechend sensible Anwendungen eine ganze Reihe sogenannte HFFR- (Halogen Free Flame Retardant), FRNC- (Flame Retardant Non Corrosive) oder LSFOH-Kabel an (Low Smoke Fume Zero Halogen). Alle diese Abkürzungen stehen für den selben Ansatz: Im Brandfall Salzsäure und andere ätzende Halogenverbindungen im Rauch zu vermeiden. Levapren 500 und Levapren 700 von Lanxess besitzen diese Eigenschaft. Sie sind Ethylen-Vinylacetat-Copolymere, die bereits von Haus aus keine Halogene enthalten. Dabei ist Levapren nicht nur halogenfrei; speziell die EVM-Varianten mit vergleichsweise hohen Vinylacetat- (VA)-Gehalten sind durch ihre hohe Polarität sehr gut verträglich mit polaren Füllstoffen. So können Levapren 500 und Levapren 700 auch große Mengen anorganischer, halogenfreier Flammschutzmittel wie Aluminium- oder Magnesiumhydroxid aufnehmen. Außerdem quillt der polare Gummirohstoff in Gegenwart von Schmierfetten nicht auf. (qui)

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