Linearmotor Jenny Science erhält IHZ-Innovationspreis

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Mit Elax, einem Linearmotor-Schlitten, der Kräfte spürt, und somit Bewegungen nicht nur ausführt, sondern gleichzeitig kontrollieren kann, hat die Jenny Science AG die Jury überzeugt und wird mit dem diesjährigen IHZ-Innovationspreis ausgezeichnet. Zudem werden zwei Anerkennungspreise verliehen.

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Der Linearmotor-Schlitten Elax kann Kräfte spüren, und somit Bewegungen nicht nur ausführen, sondern gleichzeitig kontrollieren.
Der Linearmotor-Schlitten Elax kann Kräfte spüren, und somit Bewegungen nicht nur ausführen, sondern gleichzeitig kontrollieren.
(Bild: Jenny Science)

Die Technik wird menschlicher, der neu entwickelte Linearmotor-Schlitten Elax von Jenny Science führt nicht nur stur seine programmierten Bewegungen aus, sondern spürt, wenn etwas nicht mehr stimmt. Er erkennt z.B. in Anlagen bei der Uhrenmontage ob ein Bauteil (Zifferblatt) fehlt oder ob es sich verklemmt hat. Das Herzstück ist der eigenentwickelte, superkleine Linearmotor der nach dem Prinzip der Magnetschwebebahn, linear hin und her fährt. Dank dem neuen, patentierten Kalibrierverfahren können nun auch Kräfte, die von Aussen wirken, feinfühlig via Linearmotor erfasst werden. Die Umsetzung erfolgte komplett in Software auf dem eigenentwickelten Servocontroller Xenax. Mit dieser neuen Kraftfunktion können somit externe Prüfeinrichtungen wie Kameras, Sensoren oder manuelle Sichtprüfung eingespart werden. Jenny Science ist die erste Firma auf dem Weltmarkt, welche die Kombination von präziser, linearer Bewegung mit gleichzeitiger Kraftkontrolle anbieten kann.

Mehrere 100 Mio. Bewegungszyklen wartungsfrei

Grundsätzlich läuft der elektrische Linearmotor-Schlitten Elax mit weniger Energie, ist schneller, präziser als Druckluft- oder Spindelantriebe. Hinzu kommt die enorme Zuverlässigkeit, Elax läuft mehreren 100 Mio. Bewegungszyklen absolut wartungsfrei. Nicht umsonst verbauen Weltfirmen wie Swatch, Philipps, Samsung oder Roche die Komponenten von Jenny Science in Ihren Maschinen und Anlagen.

Jenny Science AG mit Sitz in Rain, Kanton Luzern, ist ein Familienunternehmen und beschäftigt heute 18 Mitarbeitende. Bereits in der Vergangenheit wurde das Unternehmen für seine Innovationskraft ausgezeichnet: 1992 erhielt Alois Jenny den De Vigier Preis für den weltersten Fahrraddynamo mit Standlicht und 1998 gewann die Firma den Award „Technologie Standort Schweiz“. Werner Steinegger, Jurypräsident des IHZ-Innovationspreises 2015 sagt denn auch: „Der hohe Innovationsgeist, der im Familienunternehmen herrscht, die stets neuen innovativen Produkte und die Begeisterung der Mitarbeitenden haben die IHZ-Jury überzeugt“. Die IHZ-Innovationspreisfeier findet am 16. Dezember 2015 statt. (jup)

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