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Dichtungen Intelligente Dichtungen für erhöhte Effizienz

| Redakteur: Jan Vollmuth

Mit ihrer neuen, patentierten zuschaltbaren Dichtung Turcon Roto L haben die Experten von Trelleborg Sealing Solutions ins Schwarze getroffen. Das belegen die Rückmeldungen von Unternehmen aus dem Automobilbereich: Alle versprechen sich mehr Effizienz durch die mitarbeitende Dichtung.

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Mit der zuschaltbaren Dichtung Turcon Roto L in Reifendrucksystemen lässt sich bis zu 5 % Treibstoff sparen.
Mit der zuschaltbaren Dichtung Turcon Roto L in Reifendrucksystemen lässt sich bis zu 5 % Treibstoff sparen.
(Bild: Trelleborg Sealing Solutions)

Für den optimalen Betrieb bei wechselnden Druckbelastungen bietet die zuschaltbare Dichtung Turcon Roto L nämlich immer die richtige Dichtsituation: Entweder drucklos ohne Reibungsverlust oder druckbelastet mit maxima-ler Dichtwirkung bei geringster Reibung. Das sorgt für größtmögliche Effizienz und führt zu besonders langen Standzeiten der Dichtungen mit niedrigeren Betriebskosten.

„Etwas überrascht sind wir schon, wie groß das Interesse ist an unserer neuen ‚mitdenkenden’ Dichtung Turcon Roto L ist“, sagt Björn Scherbaum. „Allen ist die damit erzielbare Effizienzsteigerung wichtig“, so der Team Leader Product Innovations Automotive bei Trelleborg Sealing Solutions. Getriebe- und Motorenhersteller wollen mit der anpassungsfähigen Rotationsdichtung genauso die Effizienz ihrer Aggregate verbessern wie Turbinenhersteller. Und auch für E-Mobility erwarten die Hersteller Optimierungen bei den Hybridgetrieben.

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Das neue patentierte Produkt lässt sich je nach Situation zu- oder abschalten. Durch die optimale Zusammenstellung und Anordnung der verwendeten Werkstoffe reduziert das neue Dichtkonzept die Reibung im druckbelasteten Zustand erheblich. Unter Druck erhöht sich bei Rotationsdichtungen normalerweise der Verschleiß und die Lebensdauer sinkt.

Dem wirkt Turcon Roto L durch die clevere Konstruktion entgegen. Im drucklosen Zustand kann sich die Reibung auf Null verringern. Die Dichtlippe passt sich auf den abzudichtenden Wellendurchmesser an, ohne eine Anpresskraft zu erzeugen.

Turcon Roto L besteht aus einer Dichtlippe aus PTFE, die in einem Gummimantel eingelegt ist und lediglich über Reibschluss damit verbunden ist. In drucklosem Zustand ist die Dichtlippe weitgehend spannungsfrei und es entstehen keine messbaren Reibmomente an der Welle.

Bei sich erhöhendem Druck, beispielsweise durch Erwärmung, wird die Dichtlippe über eine Elastomerschicht gegen einen Starrkörper gedrückt. So stellt sich die Radialkraft proportional zum anliegenden Druck ein. Dadurch wird bei geringsten Reibmomenten eine maximale Dichtwirkung erreicht. Die Dichtung ist also nur dann aktiv, wenn das System unter Druck steht. Der Starrkörper aus Metall verhindert dabei auch eine unkontrollierte Verformung der PTFE-Lippe.

Im Video: so funktioniert die zuschaltbare Dichtung

„Eine derart ‚mitdenkende’ Dichtung eröffnet neue Möglichkeiten für die OEMs“, betont Scherbaum. Im Rahmen von Downsizing und der Reduzierung von Hubraum und Zylinderzahl der Motoren, werden Schwungräder als Ausgleichsmaßnahmen gegen auftretende Schwingungen eingesetzt.

An den Wellen könne die Rotationsdichtung Turcon Roto L sich den wechselnden Anforderungen anpassen und in jeder Situation beste Dichtwirkung bei geringst möglicher Reibung erzielen. Das Gleiche erwarten Getriebehersteller bei wechselnden Temperatur- und Druckverhältnissen in den Gehäusen der Aggregate. Turbinenhersteller wollen damit die Lebensdauer der Rotationsdichtungen an den hochdrehenden Wellen erhöhen.

In Reifendrucksystemen für LKW und Landmaschinen zeigt Turcon Roto L bereits, was an Effizienzsteigerung möglich ist: Bis zu fünf Prozent Treibstoff lassen sich damit einsparen. (jv)

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