ALM
Insellösungen im Engineering: der stille Effizienzkiller

Ein Gastbeitrag von Jan-Paul Köder* 6 min Lesedauer

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Unternehmen, die ihre Entwicklungsinformationen durchgängig verknüpfen, schaffen die Grundlage für schnellere Entscheidungen und mehr Planungssicherheit. Handlungsbedarf besteht, wenn Nachweise über Excel geführt werden, Änderungen nicht nachvollziehbar sind oder Wissen in Köpfen und lokalen Dateien steckt.

ALM und PLM verknüpfen Mechanik, Elektronik und Software auf einer gemeinsamen Informationsbasis. (Bild:  © ParinApril – stock.adobe.com_KI-generiert)
ALM und PLM verknüpfen Mechanik, Elektronik und Software auf einer gemeinsamen Informationsbasis.
(Bild: © ParinApril – stock.adobe.com_KI-generiert)

Produktentwicklung ist heute weit mehr als Konstruktion. Produkte werden intelligenter, Softwareanteile wachsen und Mechanik, Elektronik sowie digitale Services greifen immer enger ineinander. Gleichzeitig steigen Anforderungen, Variantenvielfalt und Termindruck. Auch Normen, gesetzliche Vorgaben und Nachweispflichten wirken sich zunehmend direkt auf die Entwicklung aus.Trotzdem arbeiten viele Unternehmen noch mit Strukturen aus einer anderen Zeit: Anforderungen liegen als PDF vor, Projektleiter pflegen Excel-Listen und wichtige Entscheidungen werden per E-Mail verteilt.
Auf den ersten Blick wirkt dieses Vorgehen pragmatisch. Excel ist schnell verfügbar, PDF-Dokumente lassen sich einfach teilen und jede Abteilung arbeitet mit vertrauten Werkzeugen. In der Praxis entstehen dadurch jedoch Informationsinseln. Daten werden mehrfach gepflegt, Änderungen manuell weitergegeben und Zusammenhänge zwischen Anforderungen, Konstruktion, Software, Tests und Nachweisen gehen verloren.