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Virtual Reality In die Zukunft eintauchen mit Extended-Reality-Tools

Autor Juliana Pfeiffer

Im Automobil der Zukunft verschmelzen Hardware- und Software-Technologien zu völlig neuen Nutzererlebnissen. Mit Extended-Reality-Werkzeugen können Design Teams diese Erlebnisse schon heute testen

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XR-Tools helfen während der Entwicklung von Designs und Funktionen, schneller Entscheidungen zu finden.
XR-Tools helfen während der Entwicklung von Designs und Funktionen, schneller Entscheidungen zu finden.
(Bild: Goodpatch)

Eine virtuelle Probefahrt mit dem neuen Auto und das ganz bequem vom heimischen Sofa aus. Wie sieht das Fahrzeug von innen aus? Wie fühlt sich eine Vollbremsung an? Wie reagiert der Fahrerassistent? Solche Nutzererlebnisse können Design-Teams mit Extended-Reality-Werkzeugen bereits in der Entwicklungsphase real werden lassen. Extended Reality (XR) erstellt dabei computergenerierte Umgebungen bzw. Objekte und lässt Augmented- und Virtual Reality miteinander verschmelzen. „Mit VR- und AR-Lösungen haben wir die Möglichkeit, schneller und flexibler ein komplettes Interieur zu gestalten und gesamtheitlich wahrzunehmen“, sagt Tim In der Smitten, Pressesprecher Konzernforschung und Karosseriebau der Mercedes-Benz AG. So biete Virtual Reality dem Automobilhersteller die Möglichkeit, eine Bewertung von Situationen wahrzunehmen ohne einen Hardwareaufbau zu benötigen. Dabei sind die Darstellungen in der Virtual Reality so real, dass verschiedene Themen darin beurteilt werden können. „Das Schalten von verschiedenen Varianten, Farben und Umgebungen erfolgt auf Knopfdruck, ohne sich umzusetzen“, beschreibt In der Smitten. So lassen sich auf Knopfdruck beispielsweise verschiedene Ausgestaltungen des Armaturenbretts, der Anordnung von Schatten oder Anzeigen, Positionierung von Ablagen darstellen und bewerten. „Zum einen wäre es nicht möglich, diese Vielfalt an möglichen Varianten in Hardware aufzubauen, zum anderen ist in der VR ein schnelles Hin- und Herschalten möglich, um so die Unterschiede wirklich im direkten Vergleich zu haben“, erklärt In der Smitten.

Nach wie vor sind die Werkzeuge des AR- und VR-Prototyping sehr Ästhetik-orientiert. Sie geben den Designern einen Eindruck, wie das Fahrzeug später aussieht. Wie die Passagiere tatsächlich mit dem Fahrzeug interagieren, vor allem mit Benutzerschnittstellen der Software, darüber sagt der virtuelle Spaziergang wenig aus.