Durchstarten 2021 „Ich hoffe, dass die Geschäfte nachhaltiger geführt werden“

Bei Nabtesco blickt man positiv in die Zukunft. Themen wie Automatisierung und lokale Fertigung werden stärker in den Fokus rücken und dafür hat Nabtesco Lösungen und Know-how parat, weiß Geschäftsführer Marcus Löw.

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„Digitale Meetings sind zwar durchaus praktisch, laufen aber eher sachlich ab und können die klassische Face-to-Face-Kommunikation nicht ersetzen“, sagt Marcus Löw, Geschäftsführer der Nabtesco Precision Europe GmbH.
„Digitale Meetings sind zwar durchaus praktisch, laufen aber eher sachlich ab und können die klassische Face-to-Face-Kommunikation nicht ersetzen“, sagt Marcus Löw, Geschäftsführer der Nabtesco Precision Europe GmbH.
(Bild: Nabtesco/VCG)

Herr Löw, beschreiben Sie uns doch einmal das allgemeine Stimmungsbild im Unternehmen.

Marcus Löw: Die Stimmung im Unternehmen ist sehr gut. Natürlich gibt es immer wieder Unsicherheiten im Umgang mit Covid-19, aber als Team sind und werden wir gut durch die Krise kommen. Die Mitarbeiter haben in den letzten Monaten alle an einem Strang gezogen, worauf wir mit vollem Stolz zurückblicken. Auch wirtschaftlich stehen wir sehr gut da.

Welche Herausforderungen treten in Ihrem Unternehmen während der Covid-19-Krise auf?

Marcus Löw: Wie die meisten Unternehmen mussten wir uns schnell auf die neue Situation einstellen. Hinzu kamen die verschiedenen kurzfristigen Anordnungen der Politik, die uns vor weitere Herausforderungen gestellt haben. Mobiles Arbeiten war bei uns bereits vor der Krise kein Fremdwort, daher konnten wir schnell umstellen und vielen unserer Mitarbeiter das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen. Wo dies nicht machbar war, beispielsweise in der Produktion oder im Lager, haben wir entsprechende andere Vorkehrungen zum Schutz der Mitarbeiter getroffen. Persönliche Kundenkontakte konnten leider nicht mehr stattfinden. Digitale Kommunikationswege sind daher auch bei uns zum Mittel der Wahl geworden. Aber wie bei allen Veränderungen durchläuft die Organisation hier erst einmal eine Lernkurve.

Mobiles Arbeiten war bei uns bereits vor der Krise kein Fremdwort, daher konnten wir schnell umstellen und vielen unserer Mitarbeiter das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen.

Wie wirken sich diese Probleme auf Ihre eigene Arbeit aus?

Marcus Löw: Ein persönlicher Austausch (vis-à-vis) mit den Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten ist leider nur sehr eingeschränkt möglich. Digitale Meetings sind zwar durchaus praktisch, laufen aber eher sachlich ab und können die klassische Face-to-Face-Kommunikation nicht ersetzen. Die Beziehungsebene lässt sich derzeit nur mit einem sehr hohen Aufwand pflegen und es bleibt eine Herausforderung, die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen und die vorhandene Unternehmenskultur aufrechtzuerhalten.

Was meinen Sie – werden wir wieder zu einem „Normalzustand“ wie vor der Krise zurückkehren oder werden sich Prozesse und Abläufe künftig dauerhaft ändern?

Marcus Löw: Wir werden bei Nabtesco nicht zu 100 % zu der Vor-Covid-Phase zurückkehren. Was bleiben wird, ist ein hybrides Arbeitsmodell. Natürlich wurde des Thema Digitalisierung durch die Krise beschleunigt. Prozesse und Projekte, die bereits angestoßen waren, wurden vorzeitig zu Ende geführt. Ich hoffe, dass die Entschleunigung des Alltags bei allen Beteiligten weiterhin anhält und die Geschäfte nachhaltiger geführt werden.

Welche Lerneffekte haben Sie aus der Krisensituation mitgenommen und fühlen Sie sich für die Zukunft gewappnet?

Marcus Löw: Aus jeder Krise lernt man und es werden viele Dinge bleiben. Für die Zukunft sind wir gut aufgestellt. Themen wie Automatisierung und lokale Fertigung werden jetzt voraussichtlich stärker in den Fokus rücken – Herausforderungen, für die wir seit mehr als 35 Jahren die passenden Lösungen liefern.

Das Nabtesco-Team ist anpassungsfähig.

Gibt es positive Aspekte, die Sie für Ihren Arbeitsalltag aus der Covid-19-Krise mitnehmen?

Marcus Löw: Unser Unternehmen und die Mitarbeiter haben gezeigt, wie flexibel wir sind, wenn wir zusammen in die gleiche Richtung laufen. Das Nabtesco-Team ist anpassungsfähig.

Welchen Herausforderungen abseits von der Covid-19-Krise sehen Sie sich in Ihrem Arbeitsalltag derzeit ausgesetzt?

Marcus Löw: Die Automation wird voranschreiten und wir wollen natürlich dabei sein. Durch die Fokussierung auf neue Branchen und Anwendungsgebiete sind von uns weiterhin Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gefordert. Und natürlich prägen die Themen Mitarbeitergewinnung und Digitalisierung nach wie vor unseren Alltag.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den vergangenen Jahren verändert?

Marcus Löw: Das Geschäft ist in den letzten Jahren sehr schnelllebig geworden. Neue Technologien, Digitalisierung und die schnelle Verfügbarkeit von Information in den Medien sind hier die Treiber. Die Digitalisierung hat durch die Covid-19-Krise einen enormen Schub bekommen und die derzeitigen Geschäftsmodelle stehen auf dem Prüfstand. Wir werden hier Anpassungen an unseren Prozessen vornehmen und dürfen dabei natürlich nicht unsere Mitarbeiter vergessen. Es gilt, alle Beteiligten rechtzeitig an Bord zu holen und von dem „Neuen“ zu überzeugen.

Wir sind in einem Bereich tätig, der extrem innovativ ist und die Welt von morgen mitgestaltet.

Wenn Sie einem Einsteiger Ihr Arbeitsgebiet schmackhaft machen wollen, wie machen Sie das?

Marcus Löw: Da fallen mir gleich mehrere Argumente ein. Zum einen sind wir in einem Bereich tätig, der extrem innovativ ist und die Welt von morgen mitgestaltet. Unsere Produkte helfen dem Kunden, seinen Automatisierungsgrad zu erhöhen, wodurch eine Produktion vor Ort in der Region wirtschaftlich wird. Insbesondere nach der Krise erwarten wir für die Automatisierung einen weiteren Schub. Die Zukunft findet nicht ohne unsere Produkte statt. Zudem ruhen wir uns nicht auf unseren Erfolgen aus, sondern weiten unsere Aktivitäten kontinuierlich in neue Segmente wie beispielsweise die E-Mobilität aus. Und natürlich wird es bei uns nie langweilig, denn unser Unternehmen ist immer in Bewegung.

Abschließend gerne noch ein paar persönliche Worte an Kollegen in Ihrer Branche.

Marcus Löw: Einen großen Dank an unsere Mitarbeiter, die mit uns zusammen die Krise super gemeistert haben. Dank ihres Einsatzes und ihrer Flexibilität haben wir das letzte Jahr gut überstanden und konnten 2021 durchstarten. Wir werden die Krise bald hinter uns lassen und dann können wir wieder zum stetigen Wachstum zurückkehren.

Vielen Dank Herr Löw.

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