Getriebe Hydrostatischer Triebstrang für Windkraftanlagen

Redakteur: Stefanie Michel

Die RLE International GmbH (RLE) und das Institut für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen (IFAS) entwickeln in einem Gemeinschaftsprojekt einen Antriebsstrang für Windenergieanlagen mit verstellbarem hydrostatischen Getriebe. Ziel ist, das anfälligen mechanischen Rädergetriebe zu ersetzen.

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Der patentierte kaskadierbare hydrostatische Antrieb in Windkraftanlagen ersetzt das mechanische Getriebe zwischen Rotorwelle und Generator. (Bild: RLE International)
Der patentierte kaskadierbare hydrostatische Antrieb in Windkraftanlagen ersetzt das mechanische Getriebe zwischen Rotorwelle und Generator. (Bild: RLE International)

Um das anfällige mechanische Getriebe in Windkraftanlagen zu ersetzen sowie Windrad und Generator durch eine voll hydrostatische Leistungsübertragung mechanisch zu entkoppeln, entwickeln RLE und das IFAS einen hydrostatischen Triebstrang.

Die Vorteile bestehen darin, dass zum einen die Drehzahl des Generators unabhängig von der des Windrades konstant gehalten werden kann. Dadurch entfällt der bisher erforderliche Frequenzumrichter ersatzlos. Zum anderen können zuverlässige Synchron-Generatoren eingesetzt und die Windenergieanlage zur Netzstützung verwendet werden.

Hydrostatisches Getriebe wird weniger auf Drehzahlschwankungen und Lastsprünge reagieren

Es ergeben sich weitere Vorteile in der Bauraumnutzung, ebenso ist eine Kaskadierung der Pumpen und Motoren möglich. Man erwartet, dass ein hydrostatisches oder ein leistungsverzweigtes Getriebe weit weniger auf Drehzahlschwankungen und Lastsprünge reagiert als die derzeit verwendeten mechanische Rädergetriebe. Verglichen mit einem mechanischen Getriebe lässt sich durch einfache schaltungstechnische Maßnahmen zudem eine deutlich höhere Überlastsicherheit erreichen.

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Erfolgsaussichten kann das hydrostatische Getriebe zu einem günstigen Preis, mit kurzen Lieferzeiten und guten technologischen Eigenschaften angeboten werden. Aus wissenschaftlicher und technologischer Sicht sind die Erfolgsaussichten gut. Da hier ein Getriebe entwickelt wird, dessen grundsätzlicher Aufbau in einer Vielzahl von Geräten der Mobilhydraulik bereits erfolgreich umgesetzt wurde, werden keine fundamentalen Probleme erwartet. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) bewilligte über den Projektträger Jülich (PTJ) das Projekt für einen Zeitraum von 18 Monaten. (mi)

Husum Wind 2010: Halle 6, Stand D02

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