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Hydraulikpumpe Hydraulischer Antrieb spart Energie und Kosten

| Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Parker Hannifin hat mit der Drive Controlled Pump eine besonders energieeffiziente Generation von drehzahlvariablen hydraulischen Antrieben entwickelt.

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Bei Parkers Drive Controlled Pump werden Regelelektronik, genormte E-Motoren und eine leichtdrehende Pumpenmechanik für eine energieeffiziente Hydraulikversorgung kombiniert.
Bei Parkers Drive Controlled Pump werden Regelelektronik, genormte E-Motoren und eine leichtdrehende Pumpenmechanik für eine energieeffiziente Hydraulikversorgung kombiniert.
(Bild: Parker Hannifin)

Unter dem Namen „Drive Controlled Pump“ bietet Parker Systemlösungen, die exakt auf einen vorgegebenen Maschinenzyklus abgestimmt werden. Die Pumpensysteme bestehen aus einer Antriebseinheit (Umrichter und Regelelektronik), einem Asynchron- oder Synchron-Servomotor sowie einer Hydraulikpumpe. Sie ermöglichen eine zentrale, geregelte hydraulische Versorgung aller Abtriebe. Bei der Drive Controlled Pump setzt Parker wahlweise Flügelzellen- oder Axialkolbenpumpen oder Kombinationen aus beiden ein.

Die Flügelzellenpumpe eignet sich dank des einfachen Aufbaus (Gehäuse, Welle und wechselbares Pumpen-Cartridge) bestens für eine Vielzahl von Anwendungen.

Variable Drehzahlregelung für präzise Druckregelungen

Sie überzeugt durch einen Drehzahlbereich von 0 bis 3600 U/min und Betriebsdrücken bis 320 bar. Als förderstromvariable Pumpe ist sie auch für HFC-Anwendungen geeignet. Aufgrund der integrierten Konstruktion mit einer Welle für Motor und Pumpe kann auf eine Kupplung verzichtet werden – so können typische Kupplungsprobleme wie Spiel, Drehschwingungen und Verschleiß verhindert werden.

Darüber hinaus werden die großflächigen Pumpenflügel in den Rotorschlitzen optimal geführt. Sie übertragen sicher die schnell wechselnden Drehmomente, die durch dynamische Drehzahländerungen bei der Druckregelung auftreten können. Dank Federn liegen die Flügel auch bei Drehzahl Null an der äußeren Kurvenbahn der beiden gegenüberliegenden Pumpkammern an. Dadurch ist die Druckregelung von sehr niedrigen Drehzahlen ebenso möglich wie die von einer negativen Drehrichtung zum Dekomprimieren.

Axialkolbenpumpen werden eingesetzt, wenn hohe Spitzendrücke realisiert werden oder hohe Drücke lange gehalten werden müssen. Das steifigkeitsoptimierte Gehäuse schwingt wenig und senkt damit den Geräuschpegel. Die verminderte Druck- und Volumenstrompulsation senkt darüber hinaus die Belastung des Leitungssystems.

Maßgeschneidertes Software-Tool speichert Komponentendaten

Elementarer Bestandteil des neuen Parker Hydraulikkonzepts ist das multifunktionale Software-Tool „DriveCreator“, das sämtliche energierelevanten Komponentendaten speichert. Zunächst werden die Abläufe aller Maschinenantriebe eingegeben. Auf Basis dieser Abläufe werden sowohl Volumenstrom- und Druckbedarf jedes einzelnen Antriebs als auch der Gesamtleistungsbedarf aller Antriebe ermittelt, den die Drive Controlled Pump liefern muss. Mit Hilfe einer Datenbank können nun die optimalen Komponenten ausgewählt, ausgelegt und aufeinander abgestimmt werden. Abschließend liefert der DriveCreator exakte Informationen darüber, wie viel Energie die vorgeschlagene Lösung gegenüber der aktuellen oder einer alternativen Lösung einspart. (qui)

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