Faserverbundwerkstoffe

Hybride Composites für Primär- und Sekundärstrukturen in Flugzeugen

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60 Prozent leichter und fünf mal fester als Stahl

Im Hybridspritzgussverfahren lassen sich Victrex-AE250-Composites analog Metallen als Einlegeteile mit kurzfaserverstärkten Victrx PEEK-Polymer-Werkstoffen umspritzen. Ingenieuren ermöglicht das, die mechanischen Eigenschaften der Verbundmaterialien mit der Designflexibilität und Produktionsgeschwindigkeit der Spritzgießprozesse zu verbinden. Auf das Vorwärmen bis nahe an die Schmelztemperatur des Victrex-AE250-Organosheets vor dem Einlegen in das Spritzgusswerkzeug kann verzichtet werden. Zu den Vorzügen, die sich aus dem Einsatz von Victrex-Verbundwerkstoffen ergeben, zählen verbesserte Zykluszeiten, weniger Energieverbrauch, Wegfallen sekundärer Verarbeitungsschritte und Verringerung des Abfalls; auch Einsparungen bei der Montage können in erheblichem Umfang zur Reduktion der Gesamtsystemkosten beitragen. „Diese Technologie öffnet die Tür für Bauteile, die kosteneffizienter und mit mehr Funktionalität und Zuverlässigkeit gefertigt werden“, so Tim Herr zusammenfassend.

Verbundstoffe aus dem Hochleistungsthermoplast von Victrex sind bis zu 60 Prozent leichter als der Stahl AISI 4130 – eine zähe Chrom-Nickel-Molybdän-Legierung, die bei Luftfahrtanwendungen weit verbreitet ist. Aber auch gegenüber wesentlich leichteren Metallen wie Titan TA6V, Aluminium 7075-T6 oder Magnesium ZK60A-T5 lassen sich noch deutliche Gewichtsvorteile erzielen. Die Hochleistungscomposites sind jedoch nicht nur leichter als diese Metalle, sondern auch leistungsstärker. Die Verbundwerkstoffe zeichnen sich beispielsweise durch eine fünffach höhere spezifische Festigkeit als Stahl AISI 4130 aus. (qui)

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