Auf der Rapid + TCT 2026 hat HP eine Reihe von Neuerungen aus seinem Portfolio für additive Fertigung präsentiert. Die Entwicklungen unterstreichen das HP Engagement, die Hürden für die Einführung von 3D-Druck zu senken und Kunden gleichzeitig den Übergang vom Prototyping zur Serienfertigung zu ermöglichen.
Die HP Multi Jet Fusion 1200 3D-Printer Solution bietet dieselbe zentrale MJF-Technologie, die auch im bestehenden Additive-Manufacturing-Portfolio von HP zum Einsatz kommt, in einem kleineren, kostengünstigeren Drucker. Damit können Teams robuste, funktionale Polymerteile herstellen, die für reale Anwendungen geeignet sind.
(Bild: HP)
In diesem Jahr blickt HP Additive Manufacturing Solutions (HP AM) auf ein Jahrzehnt der Innovation in der additiven Fertigung zurück. Dabei hat sich HP stets darauf fokussiert, Komplexität zu beseitigen und Ingenieure sowie Designer mit den Werkzeugen auszustatten, die sie benötigen, um direkt am Ort von Innovationen zu produzieren. Zu Beginn seines zweiten Jahrzehnts in der additiven Fertigung baut HP auf diesem Fundament auf: Das Unternehmen erweitert die Fähigkeiten seiner Plattform durch kontinuierliche Materialinnovationen.
Während wir auf ein Jahrzehnt der Innovation in der additiven Fertigung zurückblicken, spiegeln die neuesten Fortschritte in unserem Portfolio den Fokus von HP wider, industrietaugliche Fähigkeiten näher an den Ort zu bringen, an dem Ideen entstehen.
Alex Moñino, SVP und GM, HP Additive Manufacturing Solutions
Druckleistung um 20 Prozent steigern
Als Teil dieser Entwicklung führt die HP Jet Fusion 5600-Serie einen Druckmodus mit hoher Produktivität ein, der die Druckleistung um 20 Prozent steigert. Die Serie unterstützt die HP AM-Strategie, die Kosten pro Teil in großem Maßstab zu senken. Der 5600 unterstützt HP 3D High Reusability PA 12 Glass Beads und ermöglicht so steife, formstabile Teile kostengünstig herzustellen. Gleichzeitig wird das Anwendungsspektrum erweitert, das Kunden mit den Polymer-Additivfertigungstechnologien von HP abdecken können. Eine weitere Innovation von HP ist die HP Multi Jet Fusion Dual Tone-Technologie, die durch die Agent-Fähigkeiten von HP ermöglicht wird. Sie erlaubt das Drucken in zwei Farbtönen – Weiß und Grau –, um spezielle Teilemerkmale wie Texturen, QR-Codes, Markierungen und Etiketten zu erstellen. Die HP Jet Fusion 5600-Serie ist das erste System im HP-Portfolio, in das diese Funktion integriert ist. Die Verfügbarkeit ist voraussichtlich ab Ende 2026. „Während wir auf ein Jahrzehnt der Innovation in der additiven Fertigung zurückblicken, spiegeln die neuesten Fortschritte in unserem Portfolio den Fokus von HP wider, industrietaugliche Fähigkeiten näher an den Ort zu bringen, an dem Ideen entstehen“, so Alex Moñino, SVP und GM, HP Additive Manufacturing Solutions. „Wir senken die Kosten pro Teil und vereinfachen die Arbeitsabläufe – und erleichtern unseren Kunden, die additive Fertigung einzuführen und auf neue Anwendungsbereiche auszuweiten. Dieses Bekenntnis zu Innovation und die Gesamtbetriebskosten zu senken ist der Grund, warum Branchenführer wie ADDMAN weiterhin in unsere Technologie investieren. Dazu gehört auch, dass das Unternehmen 13 neue Drucker anschaffte und so seine bereits beachtliche installierte Basis erweiterte.“
HP führt außerdem mit der HP Multi Jet Fusion 1200 3D-Printer Solution ein kompaktes System ein, das einen breiteren Zugang zur industriellen Multi Jet Fusion (MJF)-Technologie von HP ermöglichen soll. Die Lösung bietet dieselbe zentrale MJF-Technologie, die auch im bestehenden Additive-Manufacturing-Portfolio von HP zum Einsatz kommt, in einem kleineren, kostengünstigeren Drucker. Damit können Teams robuste, funktionale Polymerteile herstellen, die für reale Anwendungen geeignet sind. Das System bietet eine schnelle Teilefertigungszeit in einem Bauvolumen von zwölf Litern sowie einen angeleiteten Arbeitsablauf, der den täglichen Betrieb vereinfacht. Automatisierte Prozesse für das Entpacken von Teilen, das Mischen von Materialien und die Bauvorbereitung tragen dazu bei, manuelle Eingriffe zu reduzieren. Gleichzeitig ist so eine saubere Arbeitsumgebung gewährleistet, sodass Unternehmen die industrielle additive Fertigung leichter in ihre Anlagen integrieren können. Im Lieferumfang jedes HP MJF 1200 3D-Druckers ist Magics Print for HP enthalten. Materialise stellt die spezielle Software zur Bauvorbereitung als Teil des CO-AM-Ökosystems bereit. Die maßgeschneiderte Lösung bietet professionelle Werkzeuge für das 3D-Nesting und Teileausrichtung sowie das Bau-Layout zur Verfügung. Kunden können ihre Drucke damit vom ersten Tag an schnell und effizient vorbereiten – und so den Weg vom Entwurf zum gedruckten Teil vereinfachen.
Mit dem HP Industrial Filament 3D-Drucker 600HT können wir Hochtemperaturmaterialien zuverlässig mit der Präzision und Konsistenz verarbeiten, die unser Entwicklungsprozess erfordert.
David Vannieuwenhuyse, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Haelvoet
Hochtemperaturmaterialien zuverlässig verarbeiten
Der HP Industrial Filament 3D-Drucker 600 High Temperature (HT) wurde erstmals im November 2025 vorgestellt, nun ist er auch in den Vereinigten Staaten und Kanada verfügbar. Aufbauend auf einer offenen Material-Plattform und unterstützt durch das globale Service-Netzwerk von HP AM bietet die Lösung Herstellern die Flexibilität, mit einer breiten Palette von Polymeren zu arbeiten. Gleichzeitig lassen sich die Kosten pro Teil senken und die Markteinführungszeit verkürzen. Dies stärkt das Portfolio des Unternehmens in verschiedenen Phasen der Produktentwicklung und -produktion. „Mit dem HP Industrial Filament 3D-Drucker 600HT können wir Hochtemperaturmaterialien zuverlässig mit der Präzision und Konsistenz verarbeiten, die unser Entwicklungsprozess erfordert“, sagt erklärt David Vannieuwenhuyse, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Haelvoet. „Der 3D-Drucker ermöglicht es uns, hochwertige Prototypen und kleine Produktionsserien herzustellen, die die Verarbeitung und Ergonomie unserer Produkte verbessern. Durch die verkürzten Design-Test-Iterationszyklen reduzieren wir unsere Markteinführungszeit erheblich. Der 600HT bietet uns genau das, was wir benötigen: eine leistungsstarke und zuverlässige Technologie, die Innovationen unterstützt und die Tür zu neuen Anwendungen öffnet.“
Buchtipp: Additive Fertigung
(Bild: VCG)
Das Buch "Additive Fertigung" beschreibt Grundlagen und praxisorientierte Methoden für den Einsatz der additiven Fertigung in der Industrie und unterstützt Konstrukteure und Entwickler dabei, additive Verfahren erfolgreich in ihren Unternehmen zu implementieren.
HP hat zudem HP seine Metal Jet-Plattform weiter ausgebaut. Hierfür wurden neue Materialien für die industrielle Produktion in wachstumsstarken Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Werkzeugbau und Energie entwickelt und qualifiziert. Dazu gehören Kupfer für Anwendungen mit hoher Leitfähigkeit (Wärmemanagement und Elektrifizierung), Nickel-Superlegierungen wie M247LC für Hochtemperatur-Komponenten in der Luft- und Raumfahrt sowie Wolframkarbid-Kobalt-Materialien (WC-Co) für den Werkzeugbau. HP Additive Manufacturing Solutions arbeitet mit der Volkmann GmbH zusammen, einem Spezialisten für Metallpulverhandhabung, um vPort einzuführen, ein geschlossenes Pulvermanagementsystem für die HP Metal Jet S100 Printing Solution. Die Lösung integriert die Pulverhandhabungstechnologie von Volkmann und ermöglicht eine halbautomatische Entpulverung, Reinigung, Pulverrückgewinnung und Nachfüllung von Bauteilen innerhalb eines geschlossenen Arbeitsablaufs. Das vPort-System wurde als Einstiegsoption neben den vollautomatischen Lösungen von HP konzipiert. Es zielt darauf ab, die Pulverhandhabung zu vereinfachen sowie die Betriebssicherheit und Prozesseffizienz zu verbessern.
Stand: 08.12.2025
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