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Schraubeinheit Hochdynamisch beim Flow-Drill-Schrauben

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Als kaltes Fügeverfahren für Stahl und Aluminium setzt sich in der Industrie zunehmend das sogenannte „Flow-Drill-Schrauben“ durch. Die Schraubeinheiten von WSM Automation erfüllen die hierfür benötigten hohen Drehzahlen und Anpressdrücke.

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Beim Fließformschrauben formt die Schraube zunächst im Bereich der plastifizierten Fügestelle ein Fließloch, schneidet anschließend das Gewinde und zieht schließlich beim Erreichen der Kopfauflage bis zum definierten Anzugmoment an.
Beim Fließformschrauben formt die Schraube zunächst im Bereich der plastifizierten Fügestelle ein Fließloch, schneidet anschließend das Gewinde und zieht schließlich beim Erreichen der Kopfauflage bis zum definierten Anzugmoment an.
(Bild: Arnold Umformtechnik)

Beim Flow-Drill- oder Fließlochform-Schrauben, das bisher vor allem in der Dünnblechverarbeitung Anwendung findet, werden die Werkstücke ohne Vorloch mit einseitiger Fügerichtung miteinander verbunden. Dabei formt die Schraube spanlos mit ansteigender hoher Drehzahl und Anpresskraft ein Fließloch mit lehrenhaltigem Muttergewinde. Durch den hohen Tragteil im Gewinde entsteht dabei eine hochfeste Verbindung. Zudem kann eine Flowform-Schraube später bei Bedarf durch eine herkömmliche metrische Schraube ersetzt werden.

Dank ihrer hohen Dynamik sind die Schraubsysteme von WSM bei den speziellen Anforderungen zur Verarbeitung von Flowform-Schrauben in ihrem Element. Für die in diesem Zusammenhang geforderten immer genaueren Zielvorgaben, die in immer kürzer werdenden Taktzeiten erfüllt werden müssen, sind die WSM-Schraubeinheiten schon ausgelegt. Ob die Vorgabe für eine Verschraubung das Drehmoment, der Drehwinkel, die Einschraubtiefe, oder sogar die aktive Erkennung der Schraubenkopfauflage ist, jedes Ziel kann mit den Schraubeinheiten von WSM extrem genau und hoch dynamisch erreicht werden.

Schraubensteuerung misst Drehmoment mit 2 kHz

Während marktübliche Schraubersteuerungen das Drehmoment mit 1 kHz messen, sind bei WSM-Automation 2 kHz der Standard, als Sonderlösung sind sogar Messraten bis zu 10 kHz möglich. Dadurch können auch kleinste Drehmomentänderungen blitzschnell erfasst werden, um direkt darauf reagieren zu können. Die hochwertigen Schraubeinheiten sind in der Lage, aus dem Stillstand auf 1.500 min-1 zu beschleunigen und aus der gleichen Drehzahl wieder auf Stillstand abzubremsen – und dies jeweils innerhalb eines Drehwinkels von maximal 10 Grad. In der Praxis liegen die Werte sogar meist deutlich darunter und sind damit nicht nur beim Beschleunigen und Bremsen, sondern auch beim Wechseln der Schraubstufe weitaus dynamischer als marktüblich. Insbesondere für die Verarbeitung von Flow-Drill-Schrauben stehen Antriebe mit einer Abtriebsdrehzahl von bis zu 4.000 min-1 zur Verfügung. (jup)

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