Suchen

Leichtbau Henkel eröffnet Komposit-Testcenter in Heidelberg

| Redakteur: Katharina Juschkat

In Heidelberg hat der Klebstoffhersteller Henkel jetzt das Composite Lab für den Leichtbau in der Automobilindustrie eröffnet. In der Testeinrichtung sollen Anwender Kompositbauteile entwickeln und testen können.

Firmen zum Thema

In dem Testlabor will Henkel eine schnelle und skalierbare Produktion von Kompositbauteilen gewährleisten.
In dem Testlabor will Henkel eine schnelle und skalierbare Produktion von Kompositbauteilen gewährleisten.
(Bild: Henkel)

Das neu eröffnete Composite Lab von Henkel in Heidelberg ist eine Testeinrichtung nach neuestem Stand der Technik. Hier können Henkel-Kunden aus der Automobilindustrie gemeinsam mit Experten Kompositbauteile entwickeln und testen und die besten Bedingungen für den Produktionsprozess ermitteln, um ihre Konzepte umzusetzen.

Das Unternehmen versucht, seine Kunden entlang der gesamten Produktentwicklung in der Fahrzeugkonstruktion zu begleiten. Dabei arbeitet das Unternehmen mit seinen Industriekunden zusammen, um integrierte Lösungen für Automobilhersteller und -zulieferer zu entwickeln, die besonders kosteneffizient und nachhaltig für die Serienfertigung sind. Die Produkte von Henkel sollen helfen, Fahrzeuge langlebiger und leichter zu machen und mehr Komfort, Festigkeit und Sicherheit zu verschaffen.

Bildergalerie

Probeläufe mit Hochdruck-RTM-Anlage

Automobilhersteller und -zulieferer sind oft auf der Suche nach wirtschaftlichen Prozessen, die für die Produktion von mehr als 10.000 Kompositbauteilen im Jahr geeignet sind. Sie verlangen darüber hinaus passende und schnell härtende Harze für den Einsatz in kurzen Produktionszyklen. Anbieter mit eigenen Testanlagen, die nahezu Serienproduktionsbedingungen bieten, sind hier sehr wertvoll. Aus diesem Grund hat Henkel nun das Composite Lab eingerichtet, wo die Kunden Probeläufe mit einer Hochdruck-RTM-Anlage (Resin Transfer Molding) durchführen können. Die HP-RTM-Maschine umfasst eine 380-Tonnen-Presse und Injektionsanlagen für Polyurethan- und Epoxidmatrixharze sowie interne Trennmittel.

Sortiment für Kompositbauteile

Komposit-Matrixharze: Die Loctite-Max-Serie ist geeignet für Glas- und Kohlefasern, entwickelt für RTM-Prozesse. Das Sortiment umfasst auch Binder und Trennmittel für faserverstärkte Bauteile.

Komposit-Klebstoffe: Die Loctite-Serie ist gut geeignet, um Bauteile aus unterschiedlichen Werkstoffen zu verkleben und montieren.

Prozess-Know-how und Fachkompetenz: Für RTM-Prozesse und die Simulation und Charakterisierung von Kompositmaterialien. (kj)

(ID:44154232)