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Wärmebehandlung Härten – aber gekonnt

| Autor: Ute Drescher

Bei der Wärmebehandlung von Bauteilen und Komponenten aus Stahl hat die Härterei Gerster jahrzehntelang Erfahrung aufgebaut. Diese Kompetenz teilt das Unternehmen vermehrt mit seinen Kunden.

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Für das Randschichthärten von Bauteilen setzt die Härterei Gerster u.a. das Laserhärten ein.
Für das Randschichthärten von Bauteilen setzt die Härterei Gerster u.a. das Laserhärten ein.
(Bild: Härterei Gerster)

Viele Konstrukteure wählen für ihre Entwicklungen meist denselben Werkstoff aus. Doch gerade in der Auswahl des geeigneten Werkstoffs und des dazu passenden Härteprozesses steckt viel Potential. Felix Heimgartner, Geschäftsleiter Vertrieb der Härterei Gerster AG, Egerkingen/Schweiz, weiß: „Für Werkstoffauswahl und Wärmebehandlung fehlt schon in der Ausbildung meistens die Zeit“. So werde dann häufig teuer und aufwendig nachbearbeitet. „Das erleben wir viel zu oft“, stellt Heimgartner fest.

Um diese Situation zu verbessern, bietet die Härterei Gerster ihren Kunden neu eine systematische Unterstützung bei Werkstoffauswahl und Wärmebehandlung an. Im Idealfall sitzen die Fachleute aus der Schweiz von Anfang an mit im Entwicklungsteam des Kunden und beraten bei Werkstoffauswahl und Wärmebehandlung. Ziel ist es, die Abläufe zu optimieren und zu einem Produkt zu gelangen, das entweder besser oder aber günstiger ist als sein Vorgänger.

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Erfahrung mit Stahlwerkstoffen und deren Wärmebehandlung hat die Härterei Gerster in sechs Jahrzehnten gesammelt und dabei ein umfassendes Know-How aufgebaut. Seit 1950 ist das Unternehmen in der Härterei- und Wärmebehandlungstechnik aktiv. Heute beschäftigen die Schweizer etwa 100 Mitarbeiter. Dieses Wissen setzt Gerster heute nicht nur für die Wärmebehandlung von Bauteilen, sondern auch in Beratungsprojekten zur Prozessoptimierung oder für maßgeschneiderte Outsourcing-Projekte ein.

Diese Leistungen bietet die Härterei für die unterschiedlichsten Branchen an, darunter Maschinenbau, Hydraulik, Antriebstechnik, Automobilindustrie, Medizintechnik, Luftfahrt, Nuklearindustrie sowie Lebensmittelindustrie. Mit etwa 100 verschiedenen Anlagen auf einer Produktionsfläche von 25 000 m2 können sowohl schwere Einzelstücke bis zu 20 t als auch Kleinstteile in Millionenserien behandelt werden. Vor allem beim Härten komplexer Teile sieht Heimgartner die Stärken des Unternehmens.

Härten verbessert die Eigenschaften

Die Wärmebehandlung von Bauteilen erhöht deren Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Sicherheit. „Ungehärtet würde es schon klappen, aber nicht lange“, bringt Felix Heimgartner den Nutzen mit einem Augenzwinkern salopp auf den Punkt. Darüber hinaus lassen sich über das Härten weitere Funktionen beeinflussen, darunter Korrosionsbetändigkeit, Magnetismus oder die Gleiteigenschaften der gehärteten Schichten. „Vor allem mit diesen Eigenschaften können sich unsere Kunden einen Vorsprung erarbeiten“, sagt Heimgartner.

Der Prozess der Wärmebehandlung ist auf den ersten Blick einfach: erwärmen, abschrecken, entspannen. „Spannend wird es durch die Vielfalt der verschiedenen Verfahren, Bauteile und Werkstoffe“, so Felix Heimgartner. Die unterschiedlichen Verfahrenstechniken umfassen die Hauptgruppen Randschichthärten sowie Ofenverfahren.

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Über den Autor

 Ute Drescher

Ute Drescher

Chefredakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht