Additive Fertigung 3D-Druck realisiert dichtes Herzohr

Quelle: 1zu1 2 min Lesedauer

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Das schwäbische Unternehmen Qatna Medical hat ein Implantat aus biologischem Gewebe für den Verschluss des linken Herzohrs entwickelt. Es soll vor Schlaganfällen schützen. Die Komponenten für das Einführsystem wurden von 1zu1 im 3D-Druck realisiert.

1zu1 hat sechs 3D-Druck-Bauteile für den Handgriff des innovativen Verschluss-Implantats von Qatna Medical realisiert.(Bild:  1zu1)
1zu1 hat sechs 3D-Druck-Bauteile für den Handgriff des innovativen Verschluss-Implantats von Qatna Medical realisiert.
(Bild: 1zu1)

Die Vision von Qatna Medical ist, dass betroffene Patienten nach dem minimal-invasiven Eingriff nur noch geringe Dosen Medikamente fürs Herz einnehmen müssen und so Lebensqualität gewinnen. Das schwäbische Unternehmen entwickelte ein Implantat aus biologischem Gewebe für den Verschluss des linken Herzohrs. Es soll Personen mit Vorhofflimmern vor Schlaganfällen schützen. Die klinische Studie startet demnächst. Nach erfolgreichem Abschluss der Studien soll die Behandlungsmethode am Markt verfügbar sein. Möglich machen das auch präzise und sterile Kunststoffbauteile von 1zu1. Das Vorarlberger Unternehmen hat für das Implantat-Einführsystem Komponenten im 3D-Druck realisiert.

Bei so einer komplexen Geometrie mit innenliegenden Gewinden, Hinterschnitten und großen Wandstärke-Unterschieden wären Spritzguss-Werkzeuge richtig teuer und die Montage kompliziert geworden. 3D-Druck bietet volle Freiheit bei Design und Funktionalität.

Felix Schneider

Der kompakte Handgriff setzt sich aus 3D-Druck-Komponenten zusammen. Sechs chemisch geglättete und teilweise bedruckte Bauteile fügen sich perfekt ineinander, halten dicht und lassen sich gut reinigen. „Bei so einer komplexen Geometrie mit innenliegenden Gewinden, Hinterschnitten und großen Wandstärke-Unterschieden wären Spritzguss-Werkzeuge richtig teuer und die Montage kompliziert geworden. 3D-Druck bietet volle Freiheit bei Design und Funktionalität“, sagt Felix Schneider, Entwicklungsingenieur bei Qatna Medical.

3D-Druck ist serienreif für sensible Medizintechnik

Trotz aller Vorteile ist 3D-Druck als Serienfertigungsverfahren für die Medizintechnik noch nicht etabliert. „Meistens führen fehlende Erfahrungen zu Vorbehalten. Viele denken bei 3D-Druck an fragile Prototypen oder körnig-raue Oberflächen. Wir beweisen mit stabilen, glatten, sterilisierbaren und wiederholgenauen Bauteilen aus biokompatiblem Polyamid das Gegenteil“, betont Stefan Rädler, Bereichsleiter Additive Fertigung bei 1zu1.

Mit höchsten Qualitätsstandards positioniert sich das High-Tech-Unternehmen als zuverlässiger Partner für europäische Medizintechnik-Unternehmen. Das überzeugte auch Qatna Medical, wie Felix Schneider berichtet: „Schon die Musterteile waren so präzise, stabil und gutaussehend, dass die internen Bedenken schnell verflogen sind.“ Mit dem finalen Design verifiziert und validiert Qatna Medical derzeit. Für die umfangreichen Tests werden rund 2.000 Exemplare benötigt. 1zu1 liefert mit der SLS-Anlage P500 von EOS große Stückzahlen in Serienqualität. Seit Sommer ist 1zu1 zudem nach EN ISO 13485 zertifiziert – und beschleunigt dadurch das Zulassungsverfahren.

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