Open-Production-Plattform

Guupis: Weltweit erste Open-Production-Plattform startet Crowdfunding-Kampagne

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Es sind bereits ein dutzend Projekte mit Hilfe der Plattform entstanden, wie das von Sebastian Klock. Er präsentiert den Prototypen einer hochwertigen, rostfreien Gartenfackel.
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Es sind bereits ein dutzend Projekte mit Hilfe der Plattform entstanden, wie das von Sebastian Klock. Er präsentiert den Prototypen einer hochwertigen, rostfreien Gartenfackel. (Bild: Guupis)

Buzz-Wörter wie Digitalisierung, Industrie 4.0 und Sharing Economy sind in aller Munde. Das junge Start-Up Guupis hat die Chancen der zunehmenden Vernetzung und des sich wandelten Arbeitsmarktes nicht nur erkannt, sondern auch gleich in die Praxis umgesetzt. Nun hat die Plattform eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Die Patentanwältin Dr. Renate Weisse und der Softwareunternehmer Joachim Schöffer haben die Open-Production-Plattform ins Leben gerufen. Dabei werden Ideen publiziert, von Experten designed, entwickelt, produziert und vertrieben. Die Plattform sucht nicht nur die richtigen Experten für jedes Projekt, sondern stellt auch den rechtlichen Rahmen für die einzelnen Projekte zur Verfügung. Das Resultat: Produkte können von den Teams ohne eine aufwendige Unternehmensgründung verwaltungsarm und schnell entwickelt und vermarktet werden.

Das Guupis-Prinzip

Die Open-ProductionPlattform arbeitet mit Workflows, welche die Realität der Produktentwicklung von der Idee bis zum verkaufsfähigen Produkt digital abbilden. Dabei sollen Soft-und Hardware Projekte jeglicher Art auf der Plattform eingestellt werden können. Experten bewerben sich auf ausgeschriebene Aufgaben und werden vom Projektteam per Abstimmung ausgewählt. Ist die Aufgabe erledigt, ermittelt der Workflow, welche Aufgabe als nächstes ausgeschrieben wird. Die Arbeit wird in Anteilen bezahlt -der Experte und der Hersteller wird mit der Lösung der Aufgabe also nicht nur mitbestimmender Projektteilnehmer, sondern auch direkt am Gewinn beteiligt. Anders als bestehende Plattformen, etwa Quirky oder die Crowdsourcing Kampagnen von Tchibo Ideas, werden bei Guupis nicht nur die besten Ideen abgegriffen, sondern die Experten an der weiteren Entwicklung bis zum fertigen Produkt beteiligt.

Patentgenerator schützt vor Nachahmern

Schutz gegen Nachahmer wird über einen eigenen Patentgenerator ermöglicht. Der von einer Patentanwältin aus der Region entwickelte Fragenkatalog hilft bei der Erstellung einer prioritätsbegründenden Patentanmeldung. Mit einer solchen vorläufigen Anmeldung bleibt die Möglichkeit erhalten, Erfindungen patentrechtlich zu schützen, auch wenn die Idee auf der Plattform veröffentlicht wird. Kosten für die Beauftragung eines Patentanwalts können dadurch in der Anfangsphase vermieden werden. Die Auswahl der Ideen erfolgt durch die Crowd: gute Projekte mit kreativen Ideen finden schnell Experten, die das Projekt vorantreiben, während aussichtlose Unterfangen und Spinnereien in der Gruuft landen. Ein eigener Auswahlprozess ist nicht vorgesehen -die Crowd bestimmt, was gut ist. Als Zielgruppe sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben neben Experten aus den Designschmieden der Hochschulen, den freien Ingenieurbüros und Unternehmen mit freien Kapazitäten vor allem Erfinder, die Erfindungen außerhalb ihres eigenen Tätigkeitsbereichs machen und keine Zeit oder kein Geld zu deren Verwirklichung haben. Auch Studenten, die Praxiserfahrung suchen und Rentner, die mit ihrer Expertise und ihren Erfahrungen noch Geld verdienen wollen, sollen mit der Plattform angesprochen werden.

Mehrere dutzend Projekte sind bereits auf der Plattform eingestellt und werden gemeinsam mit Experten, von Prototypenbauern und Konstrukteuren über Produzenten bis hin zu Vertriebskräften, umgesetzt. Zur Weiterentwicklung und Bekanntmachung der Plattform läuft vom 18. Januar bis zum 28.Februar eine Crowdfunding-Kampagne auf www.startnext.com/guupis (jup)

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