Gießprozesssimulation Großgussteile für die Windbranche simulieren

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Meuselwitz Guss stellt mit der Simulations-Software Magmasoft das gussgerechte Design seiner riesigen Komponenten für die Windenergiebranche sicher.

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Erstarrungssimulation mit MAGMA für die Rotornabe einer Enercon-Windenergieanlage E112 (Bild: Magma)
Erstarrungssimulation mit MAGMA für die Rotornabe einer Enercon-Windenergieanlage E112 (Bild: Magma)

Mit dem Fall der Mauer 1989 fiel für die heutige Gießerei Meuselwitz Guss Eisengießerei GmbH im thüringischen Meuselwitz erst einmal der Vorhang: Der zum Kombinat „Fritz Heckert“ gehörende Betrieb goss hauptsächlich für den Werkzeugbau in der DDR und die Comecon-Staaten. Dieser Markt brach zunächst komplett weg. Doch das Management des 1993 privatisierten Unternehmens traf damals eine risikoreiche, aber im Rückblick zukunftssichernde Entscheidung: Bereits ab 1994 begann man für die damalige „Exotenbranche“ Windenergie zu gießen. Die Hersteller von Windenergieanlagen benötigten Großgussteile in herausragender Qualität, die nicht jede Gießerei liefern konnte. Meuselwitz Guss konzentrierte sich künftig auf diesen Markt und investierte entsprechend in Fertigungseinrichtungen und Technologie.

Großguss-Simulation mit MAGMASOFT

Rund 61 Millionen Euro flossen von 1993 bis 2010 in die Modernisierung und den Ausbau der Gießerei, ein Großteil davon in den Bereich Groß- und Schwerguss. Gussteile bis zu 80 t produziert das Unternehmen heute mit 360 Mitarbeitern und erwirtschaftet dabei einen Umsatz von über 100 Millionen Euro.

Zu den wichtigen Investitionsentscheidungen gehörte 2005 die Einführung der Gießprozess-Simulationssoftware Magmasoft der Aachener Magma GmbH. Damit setzte die Gießerei auf den Marktführer. Geschäftsführer Herbert Werner erläutert, warum: „Die Investition für Magmasoft korrespondiert mit dem Gegenwert und dem Nutzen der Software. Die Simulationen stimmen sehr genau mit der Realität überein, zu erwartende Materialfehler sagen sie exakt voraus. Des Weiteren lassen sich infolge der hohen Zuverlässigkeit Optimierungspotenziale aufzeigen. Diese sehr exakte Vorhersagegenauigkeit gibt uns die Sicherheit, die wir benötigen. Außerdem besitzt Magma die höchste Akzeptanz bei unseren Kunden. Ein mit Magmasoft simuliertes und dokumentiertes Gussteil hat dort nahezu den gleichen ‚Realitätswert’ wie ein physisch gegossener Prototyp.“

Weiterhin sprach für Magma, dass die Software im gleichen Tempo weiterentwickelt wird, wie die Kunden von Meuselwitz Guss innovieren. Für die Ingenieure und Gießer ist es wichtig, dass neue Werkstoffe oder Gießtechniken schnell in die Lösung integriert werden, damit eng an der Realität simuliert werden kann und Innovationen gießtechnisch zur Einsatzreife getrieben werden können.

Darüber hinaus fanden die Meuselwitzer im Team von Magma einen Dienstleistungspartner, der bei Bedarf auch Simulationen als Service durchführt, zum Beispiel, „wenn man selbst mal gar nicht weiterkommt“. Zuvor hatte man in solchen Fällen mit Universitäten zusammengearbeitet, fand jedoch bei MAGMA mehr Kompetenz, um in Praxisfällen zu helfen.

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