Steuerung, Motoren

Großer Bahnhof bei Audi

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Gesamtpaket aus Steuerung, Getriebemotor und Vormontage aus einer Hand

Bei der Realisierung der Hängebahn im Ingolstädter Werk fiel die Wahl von Audi auf Lenze-Produkte. Die Lenze-Tochter Lenze DETO liefert seitdem eine robuste Produktkombination aus Steuerung und Getriebemotor und übernimmt darüber hinaus auch die Vormontage inklusive der Verkabelung und Parametrierung des Antriebssystems. Dadurch können die Mechaniker der Hängebahnfahrzeuge und das Audi-Instandhaltungspersonal die Fahrzeuge extrem schnell und einfach montieren bzw. tauschen.

Über einen Magnetrastschalter kann zwischen den beiden Fahrgeschwindigkeiten – 40 m/min und 20 m/min – variiert werden. Vor einem geplanten Stopp wechselt das Fahrzeug zuerst von der hohen zur langsamen Fahrgeschwindigkeit.

Um eine möglichst hohe Genauigkeit bei der Positionierung zu erreichen, wird dann – ausgelöst von einem Initiator – eine Halbwelle weggeschaltet und über eine Halbwellensteuerung noch einmal die Geschwindigkeit auf fünf m/min reduziert. Über einen zweiten Magnetrastschalter wird dem Fahrzeug mitgeteilt, ob das Fahrzeug leer oder beladen ist und ein großer oder ein kleiner Abstand zwischen den Fahrzeugen eingehalten werden soll. Diese Werte lassen sich über Parameter flexibel wählen und an die individuellen Anforderungen der Förderaufgabe anpassen.

Aufeinander abgestimmte Komponenten

Die dezentrale Motorsteuerung aus der OCU-Familie von Lenze nutzt zur Energie- und Signalübertragung Schleifleiter oder Induktionsschleifen. Sie übernimmt das vollständige Bewegungsmanagement des Fahrwagens, inklusive Drehzahlsteuerung, Motorüberwachung, Abstandskontrolle, Datenübertragung und Diagnosemöglichkeit und ist in einem robusten Gehäuse untergebracht.

Bildergalerie

Die Lenze DETO-Ingenieure haben die anerkannt zuverlässige Steuerung mit einem speziell auf die EHB-Anwendung zugeschnittenen Kegelradgetriebemotor aus der GKK-Serie von Lenze kombiniert. Für den Leichtlastbereich konzipiert, erreicht dieses kompakte EHB-Getriebe mit seiner Kegelradverzahnung einen hohen Wirkungsgrad und Drehmomente von 70 und 160 Nm bei maximalen Radiallasten von 5 600 und 8 000 N. Die Getriebe entsprechen der VDI-Richtlinie 3643 (C1-Norm). Der bei Audi eingesetzte Getriebemotor GKK 04 ist mit einer mechanischen Ausrückkupplung zwischen Abtriebswelle und Getriebe versehen, mit der über einen Kupplungshebel der Kraftfluss unterbrochen werden kann. So ist es möglich, einen Fahrwagen mit wenig Kraft von Hand zu verschieben. So leistet diese Lösung einen Beitrag zur hohen Produktivität bei Audi.

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