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Emo 2019

Gestalt Robotics – ein Start-up stellt sich vor

| Redakteur: Ute Drescher

Start-ups sind gefragt. Viele etablierte Unternehmen suchen den Kontakt, wollen kooperieren oder investieren. Einige von ihnen präsentieren sich auch auf der Emo – wir stellen das Start-up Gestalt Robotics vor.

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Gestalt Robotics wurde 2016 von einem Raketeningenieur, einem Roboterfachmann und einem Vision-Experten gegründet (v.l.): Eugen Funk, Thomas Staufenbiel und Jens Lambrecht.
Gestalt Robotics wurde 2016 von einem Raketeningenieur, einem Roboterfachmann und einem Vision-Experten gegründet (v.l.): Eugen Funk, Thomas Staufenbiel und Jens Lambrecht.
(Bild: Gestalt Robotics)

Auf dem Start-up-Stand des Bundeswirtschaftsministeriums wird Gestalt Robotics während der Emo 2019 seine Software für Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) vorstellen. Diese Software wird in der industriellen Bildverarbeitung und Werkerassistenz sowie in autonomen Transport- und intelligenten Robotersystem eingesetzt. Das klingt abstrakt.

Was das Start-up Gestalt Robotics macht

Die Software von Gestalt Robotics wird beispielsweise in der industriellen Bildverarbeitung und Werkerassistenz sowie in autonomen Transport- und intelligenten Robotersystem eingesetzt.
Die Software von Gestalt Robotics wird beispielsweise in der industriellen Bildverarbeitung und Werkerassistenz sowie in autonomen Transport- und intelligenten Robotersystem eingesetzt.
(Bild: Gestalt Robotics)

Ein typisches Forschungsprojekt, an dem Thomas Staufenbiel und zehn weitere Mitarbeiter bei Gestalt Robotics gerade tüfteln, ist ein Werker-Assistenzsystem. Es soll Montagetätigkeiten erleichtern, indem es mit Hilfe von Augmented Reality den Monteur über die nächsten Schritte informiert und den besten Weg dorthin. „Damit soll der Werker unterstützt und die Qualität beim Produkt verbessert werden“, sagt Staufenbiel. Noch ist nicht klar, wie das Assistenzsystem umgesetzt wird, ob mit einer 3D-Brille oder über ein Displaysystem. Aber dafür wird das System im Rahmen eines Forschungsprojekts entwickelt, in dessen Rahmen diese Entscheidungen vorab genau untersucht werden.

Teilnahme an Forschungsprojekten ist schwierig

„Es ist nicht so einfach, den Zuschlag für die Teilnahme an einem Forschungsprojekt zu erlangen“, räumt Staufenbiel ein. „Aber es lohnt sich, wenn wir gemeinsam mit etablierten Akteuren in einem Konsortium sitzen und unsere Kompetenz beweisen können.“ Gerade bei den Assistenzsystemen spielt auch die Akzeptanz der Menschen, die sie unterstützen sollen, eine wichtige Rolle. Untersuchungen dazu gehören in jedes Projekt dieses Bereichs.

Ein weiteres probates Mittel, Öffentlichkeit herzustellen und sich ins Gespräch zu bringen, ist die Teilnahme an Messen. Das produzierende Gewerbe ist ein wichtiger Zielmarkt für Gestalt Robotics. Um ihren Bekanntheitsgrad in diesem Umfeld zu erhöhen, beteiligt sich das Unternehmen an der Emo Hannover 2019. „Wir wollen insbesondere industrielle Kontakte zu Entwicklungs- und Forschungsleitern größerer produzierender Unternehmen herstellen und die Strategie potenzieller Nutzer unserer Software verstehen lernen“, begründet Staufenbiel die Anmeldung zur Emo Hannover. Erfahrungen mit Messeteilnahmen bestehen bereits.

Wie Gestalt Robotics gegründet wurde

Gestalt Robotics wurde 2016 gegründet von einem Raketeningenieur, einem Roboterfachmann und einem Vision-Experten. Die Ursprungsidee bestand in der Softwareentwicklung für mechatronische Systeme. Dann kam die Robotik hinzu, gespickt mit Kameras und Bilderkennung. „Gestalt bezeichnet ja die äußere Form, den Umriss oder die Erscheinung. Da wir uns viel mit Wahrnehmung beschäftigen, erschien uns dieser Name passend“, erläutert Staufenbiel.

Das Unternehmen plant im laufenden Jahr eine Verdoppelung des Umsatzes. „Angesichts des gewaltigen Bedarfs in der Industrie rechnen wir damit und hoffen natürlich auch, dass sich diese Entwicklung fortschreiben lässt“, ist Staufenbiel zuversichtlich. Die Kunden kommen hauptsächlich aus dem Automotive-Bereich, sind Robotik-Anwender oder sind Komponentenzulieferer, die ihre Produktion verbessern wollen. Bei der Personalentwicklung jedenfalls sieht er derzeit keine großen Probleme. „Wir sind attraktiv für junge Leute, weil wir breit aufgestellt sind und Mitarbeiter ihre Kompetenzen in unterschiedlichen Projekten weiter auf- und ausbauen können“, sagt Gründer Staufenbiel.

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