Rapid Manufacturing Generatives Verfahren liefert individuelle Beinprothesen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Mittels selektivem Lasersintern können nach Kundenwunsch Prothesen gefertigt werden. 3D Systems liefert die Maschinen und Materialien dafür.

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Beinprothese aus DuraForm EX black Material von 3D Systems (Bild: 3D Systems)
Beinprothese aus DuraForm EX black Material von 3D Systems (Bild: 3D Systems)

Das Modell nahm in in der Entwicklung eines Produktes schon immer eine entscheidende Stellung ein. Hier können Konstrukteure und Entwickler zum ersten Mal testen, ob sich ihre Ideen in die Praxis umsetzen lassen. Der Physiker Charles W. (Chuck) Hull kam durch das Zusammenspiel von UV und UV-härtenden Lacken auf die Idee, UV-Licht zum schichtweisen Aufbau von dreidimensionalen Objekten zu nutzen. Vor genau 25 Jahren gründete er 3D Systems und legte damit auch den Grundstein für einen ganzen Industriezweig der sich noch immer in rasantem Wachstum befindet: die Rapid Prototyping und Manufacturing Branche, heute allgemein als 3D Druckerbranche benannt. Heute fertigen Kunden wie Bespoke Innovations ihre Produkte kundenindividuell auf Production 3D Printern von 3D System, greifen auf 6 verschiedene Drucktechnologien zurück und nutzen dabei die Möglichkeiten einer breiten Werkstoffpalette.

Prothesen können mit verschiedenen Materialien überzogen werden

Firmen im South Park Viertel von San Francisco verkaufen in der Regel entweder Web-Technologien oder Sandwichs und Burritos. Bespoke Innovations jedoch verkauft Design- Prothesen. Bespoke baut auf die fortschrittlichen SLS (Selektives Lasersintern) Werkstoffe von 3D Systems beim Fertigen von formgebenden Elementen von Beinprothesen, auch Prothesenkosmetiken genannt. Die Kosmetiken können nach den individuellen Wünschen des Kunden mit sämtlichen weichen Materialien wie geprägtem Leder, glänzenden Metallwerkstoffen oder auch weichem Fleece überzogen werden. Dem individuellen Geschmack sind hier keine Grenzen gesetzt.

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Scott Summit, Mitgründer von Bespoke, und sein Geschäftspartner Kenneth B. Tauner, Orthopäde, entwickeln individuelle, formgebende Elemente von Beinprothesen, die genau der Beinanatomie des Kunden entsprechen und gleichzeitig durch den Einsatz neuer Technologien nur noch den Bruchteil einer traditionellen Prothese kosten. Und die Prothesen sind sogar spülmaschinenfest. „Mein Ziel ist es, Beine zu entwickeln, die die Menschenwürde des Trägers bewaren.“ erläutert Herr Summit. „Es ist sehr schade, dass sich die Kunden ausgerechnet in einem solch sensiblen Lebensbereich bislang mit unterentwickelten und schlecht designten Produkten zufrieden geben mussten.“

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