Rapid Manufacturing

Generatives Verfahren liefert individuelle Beinprothesen

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Beinprothesen werden mittels Lasersintern gefertigt

Traditionell werden „Rapid Prototyping“ Technologien, heute allgemein als 3D Drucktechnologien bezeichnet, von den Entwicklungsabteilungen zur Fertigung von Prototypen eingesetzt. 3D Systems als Pionier und Vorreiter bietet das breiteste Portfolio an Teile- und Anlagenlösungen für 3D Drucken, Rapid Prototyping und Rapid Manufacturing. Die individuellen Beinprothesen von Bespoke werden auf einem sPro SLS Production 3D Printer von 3D Systems gefertigt.

Im gewissen Sinne führt der Einsatz der SLS Technologie zu einer lokalen Fertigung. So erläutert Scott Summit: „Das Einzige, was mir eine Fertigung in Übersee bringen würde, wären erhöhte Lieferkosten”. Die kundenindividuelle Fertigung erscheint im ersten Augenblick teurer als Massenware. Jahrelang auf die Wirtschaftlichkeit großer Serien getrimmt, tun sich viele Entscheider zunächst mit dem Konzept „Losgröße 1“ schwer. Nicht so Scott Summit.

Scanvorrichtung erfasst die Geometrie des Beines

Zum Erfassen des Beins hat er sich eine spezielle Scanvorrichtung entwickelt. Aus den gescannten Daten werden dann am Bildschirm die Kosmetiken für die Beinprothesen entwickelt, auf einem sPro SLS Production 3D Printer gefertigt und anschließend mit einem vom Kunden gewählten Material beschichtet. Dem Design sind hier keine Grenzen gesetzt. Wenn Kunden ihr Bein im Harley Davidson Stil gestalten möchten genauso wenig, als wenn Sie einen Hang zur Retroästhetik der 50er Jahre haben. Bei den Testmodellen hat Bespoke komplexe Funktionen wie Körpersymmetrie, Kniefeststellfunktionen und bewegliche Fußgelenke mit eingebaut. Ein ganz besonders kunstvolles Design wurde für den Kunden teils verchromt, teils mit geprägtem Leder beschichtet.

“Die Fertigung von einem dieser Beine kostet zwischen 5.000 und 6.000 €. Und dabei weisen diese Prothesen Details und Produktmerkmale auf, die selbst Prothesen zum Preis von 60.000 € nicht enthalten.“ resümiert Herr Summit. Bespoke Innovations möchte, dass ihre Kunden involviert sind, sie sollen Wahlmöglichkeiten haben. Man kann es vielleicht mit der Geschichte der Automobilindustrie vergleichen. Es ist ein bisschen wie der Schritt von der Tin Lizzie (Ford Model T) zu einem Mini mit seinen tausenden Konfigurationsmöglichkeiten. „Unser Ziel ist es, die additiven Fertigungslösungen zu den Leuten zu bringen, die davon am meisten profitieren werden. Wir freuen uns schon auf die nächsten Innovationen von 3D Systems und werden auch diese wieder kreativ ausschöpfen.“ fasst Scott Summit zusammen. (qui)

EuroMold 2011: Halle 11.0, Stand F110

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