Kupplung Gelenkkupplung hat maximalen Wellenversatz im Griff

KBK Antriebstechnik baut nun auch robuste Gelenkkupplungen, die das KBK-Portfolio abrunden sollen. Laut Hersteller eignet sich die Neuentwicklung für Verbindungen mit besonders hohem Wellenversatz.

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Die neuen Gelenkkupplungen von KBK sollen auch besonders hohen Wellenversatz problemlos und verschleißarm überbrücken können.
Die neuen Gelenkkupplungen von KBK sollen auch besonders hohen Wellenversatz problemlos und verschleißarm überbrücken können.
(Bild: KBK Antriebstechnik)

Im Unterschied zu Standardkupplungen mit Metallbälgen oder Polymerelementen kommt in den neuen Gelenkkupplungen aus Aluminium eine auf dem Prinzip des Kardangelenks basierende Entwicklung zum Einsatz. Laut KBK Antriebstechnik ist diese Entwicklung aufgrund spezieller Buchsen und Führungen dauerfest, sehr steif und nahezu spielfrei. Dadurch sollen die Gelenkkupplungen ungewöhnlich hohen Wellenversatz ausgleichen können. Ein bis zwei Millimeter Radialversatz lässt sich laut Hersteller kompensieren und das bei kurzem Bauraum.

Die Gelenkkupplungen ergänzen das KBK-Sortiment gut, da besonders hoher Wellenversatz mit dem bisher verfügbaren Angebot nicht überbrückt werden konnte. Bei allzu großem Versatz nimmt die Lebensdauer von Metallbalgkupplungen schnell ab, während Klauenkupplungen die auftretenden Kräfte in die Getriebelager übertragen, die dann durch verstärkten Verschleiß beschädigt werden. Die Gelenkkupplungen sollen sich in diesen Fällen immer noch problemlos einsetzen lassen, zum Beispiel bei der Aufstellung von Druckmaschinen oder überall dort wo der entstehende Wellenversatz im Vorfeld nicht hinreichend genau eingrenzbar ist.

Ihre Vorteile sind laut KBK Antriebstechnik sehr geringe Rückstellkräfte, hohe Torsionssteifigkeit bzw. axiale Steifigkeit, variable Gewindedurchmesser und ein hoher zuverlässiger Winkel- und Radialversatz. Gelenkkupplungen sollen außerdem bezogen auf den Bauraum relativ große Drehmomente übertragen können.

Erhöhten Verschleiß verhindern

Die KBGK-Serie trägt auf einer Seite eine Gewindebohrung und auf der anderen einen Gewindezapfen. Dadurch eignet sie sich für den Einsatz als Transmissionskupplung zwischen zwei Wellen oder als Linearkupplung. Muss zum Beispiel ein Linearmotor an beiden Enden an einem Maschinengestell verschraubt werden und die Auflagen fluchten nicht exakt, ergibt sich ein Wellenversatz, der zur Biegung der Linearmotorachse führt. Die Folge sind Präzisionsmängel und erhöhter Verschleiß. Wird an einer Seite eine Gelenkkupplung mit Innen- und Außengewinde für die Verbindung zur Linearmotorachse verwendet, ist laut KBK Antriebstechnik das Problem gelöst.

Bei der gleich dimensionierten KBGK-T-Serie dienen beidseitige Klemmnaben der Montage in der Anwendung. Sie ist für den Einsatz an Servo- und Schrittmotoren geeignet. Beide Kupplungsserien liefert KBK in sechs abgestuften Baugrößen. (sh)

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