Konstruktionsleiter-Forum Game-Changer Modularisierung

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 2 min Lesedauer

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Reduzierung der Entwicklungszeit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, Kosteneffizienz und der vereinfachte Umgang mit Produktvarianten und Individualisierung: Dies sind nur einige Vorteile, die Modularisierung in der Produktentwicklung hat.

Am 17. Oktober dreht sich auf dem Konstruktionsleiter-Forum in Würzburg alles um moderne Tools und Methoden für die effiziente Produktentwicklung. (Bild:  VCG)
Am 17. Oktober dreht sich auf dem Konstruktionsleiter-Forum in Würzburg alles um moderne Tools und Methoden für die effiziente Produktentwicklung.
(Bild: VCG)

Produktentwicklung ist kein leichtes Unterfangen: Produkte werden komplexer, die Herausforderungen hinsichtlich Ressourcenschutz steigen, Zeit- und Kostendruck sind allgegenwärtig. Eine Lösung ist die Modularisierung.

Die Vorteile der Modularisierung

Modularisierung bedeutet, ein komplexes Produkt in kleinere, klar definierte und voneinander unabhängige Module oder Bausteine zu unterteilen. Diese Module sind in sich geschlossene Systeme mit spezifischen Funktionen, die in ein Gesamtsystem integriert werden können. Die durch die Wiederverwendung von Modulen eingesparte Entwicklungszeit führt zu einer schnelleren Markteinführung.

Die Modularisierung bietet weiterhin Vorteile durch die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der modularen Produktarchitektur. Darüber hinaus können durch die Standardisierung von Modulen und die damit reduzierte Variantenvielfalt die Komplexitätskosten werden. Durch die voranschreitende Digitalisierung der Produkte und des Entwicklungsprozesses wird das Zusammenspiel verschiedener Domänen in der Modularisierung für Unternehmen immer relevanter. Multidisziplinäre Teams in der Produktgenerationsentwicklung führen zu neuen Herausforderungen, die mithilfe der Modularisierung gezielt adressiert werden können.

Anforderungen auch ökoeffizient umsetzen

In Zeiten immer strengerer regulatorischer Vorschriften in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit, insbesondere zu den Themen Emissionsreduktion und Kreislaufwirtschaft, entstehen neue Zielgrößen für die Modularisierung. Ein zielgerichteter Modularisierungsprozess kann dazu beitragen, die Anforderungen ökoeffizient umzusetzen.

Wie das gelingt, erfahren Teilnehmer des Konstruktionsleiter-Forums, das am 17. Oktober in Würzburg stattfindet. Markus C. Berschik wird in seinem Vortrag "Game-Changer Modularisierung: Entwicklungswerkzeuge im dynamischen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld" Modularisierung unter den Gesichtspunkten neuer Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit beleuchten. Zudem werden aktuelle Trends aus dem wissenschaftlichen Diskurs in die Praxis übersetzt. Dazu werden verschiedene Werkzeuge und Tools der Modularisierung anhand von Praxisbeispielen dargestellt.

M.Sc. Markus C. Berschik ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik PKT der TU Hamburg.(Bild:  TU Hamburg)
M.Sc. Markus C. Berschik ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik PKT der TU Hamburg.
(Bild: TU Hamburg)

Herr Berschik, warum ist das Thema Ihres Vortrags für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Modularisierung ist eine Schlüsselstrategie, mit der sich sowohl innovative Produktideen als auch neue individuelle Kundenanforderungen effizient in bestehende Produktportfolios integrieren lassen. Mithilfe einer produktstrategischen Modularisierung können komplizierte Produkte in kleinere, eigenständige Module unterteilt werden, die unabhängig voneinander entwickelt, getestet und gewartet werden können. Durch die einfache Wiederverwendung von Modulen kann zudem Entwicklungszeit eingespart werden, was darüber hinaus dazu beiträgt, dass der Markteintrittszeitpunkt beschleunigt und somit Wettbewerbsvorteile generiert werden können.

Was sind die wichtigsten Aspekte Ihres Vortrags?

In diesem Vortrag wird das Thema der Modularisierung unter den Gesichtspunkten neuer aktueller Themen wie der Digitalisierung und Nachhaltigkeit erläutert und momentane Trends aus dem wissenschaftlichen Diskurs in die Praxis übersetzt. Dazu werden verschiedene Methoden und Tools der Modularisierung sowie deren Anwendung anhand von Praxisbeispielen dargestellt und die daraus entstehenden Effekte auf das Produktportfolio aufgezeigt.

Was lernen die Teilnehmen des Konstruktionsleiter-Forums?

Der Vortrag vermittelt zentrale Aspekte der Modularisierung und bietet auch erfahrenen Entwicklern die Möglichkeit, ihr Wissen zu vertiefen. Insbesondere das Verständnis der varianteninduzierten Komplexität und deren Beherrschung innerhalb bestehender Produktportfolios wird dabei mit einbezogen. Die zielgerichtete Modularisierung von Produkten ist ein leistungsstarkes Werkzeug, das Unternehmen dabei unterstützt, sich in einem zunehmend dynamischen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld effizient zu behaupten.

Weitere Themen auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2024 sind u.a.:

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