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Zykloidgetriebe

Für mehr Power in den Armen: Zykloidgetriebe im Crossbar Feeder

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

In der Automobilproduktion durchlaufen Blechteile einen Umformprozess von mehreren Stationen, bevor sie als Türen oder Seitenelemente das Presswerk verlassen. Schuler stattet seine Pressenlinien unter anderem mit dem Crossbar Feeder aus, einem roboterähnlichen Transportgerät zum schnellen und sicheren Teile-Handling. Die in den Achsen verbauten Zykloidgetriebe von Nabtesco müssen dabei extrem hohen Belastungen standhalten.

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Der Crossbar Feeder fährt schnell und präzise vorprogrammierte Bahnen und positioniert Bauteile in Umformprozessen.
Der Crossbar Feeder fährt schnell und präzise vorprogrammierte Bahnen und positioniert Bauteile in Umformprozessen.
(Bild: Nabtesco)

Der Bau von Pressen für die Automobilindustrie spielt bei Schuler von jeher eine wichtige Rolle. In der Großserienfertigung geht es gerade bei dem Transport der Blechteile von einer Station zur anderen im Presswerk um hohe Geschwindigkeiten, eine Steigerung der Produktivität und eine hohe Verfügbarkeit der eingesetzten Maschinen und Komponenten. Mit der Entwicklung des Crossbar Feeder, einem roboterähnlichen Automationsgerät, lassen sich diese Anforderungen erfüllen.

Zu der hervorragenden Leistung des Geräts tragen unter anderem die Zykloidgetriebe von Nabtesco Precision Europe bei, die von Anfang an in den Achsen des Crossbar Feeder verbaut wurden. „Nabtesco war sofort als kompetenter Ansprechpartner zur Stelle. So hat unsere Zusammenarbeit schnell an Fahrt aufgenommen“, erzählt Diplom Ingenieur Eduard Lenhardt, der bei Schuler im Bereich Konstruktion & Entwicklung - Pressenautomation das Projekt Crossbar Feeder von der ersten Stunde an mitbetreut.

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Transportiert die Bleche ohne Zwischenablage

Schuler begann vor 10 Jahren die erste Generation des Crossbar Feeder zu entwickeln, um die Anlagen- und Prozesseffizienz von mechanischen Highspeed- und später Servopressenlinien zu steigern. Heute transportiert der Crossbar Feeder Blechteile automatisch und ohne Zwischenablage von Presse zu Presse.

2005 hat Schuler den Prototypen des ersten Crossbar Feeder fertiggestellt, der kurze Zeit später auf den Markt kam. 2009 brachte das Unternehmen eine zweite weiterentwickelte Generation heraus. Darüber hinaus ist heute eine noch kompaktere Variante erhältlich, der Crossbar Feeder B. Der Pressenabstand hat sich mit der Weiterentwicklung von 6600 mm beim ersten Modell über 5200 mm bei der zweiten Variante auf 4700 mm bei dem kleinsten Gerät verringert. Da der Crossbar Feeder ein mittig eingreifendes System ist, können die Pressen kompakter gebaut werden, wodurch die Materialkosten beim Anlagenbau geringer ausfallen. Die Ausbringungsleistung und die Taktraten haben sich bei den neuen Modellen deutlich gesteigert, gleichzeitig hat sich die Energieeffizienz der Maschinen erhöht. Die zweite Generation des Crossbar Feeder bietet sieben Freiheitsgrade, drei Rotations- und vier Linearachsen bei einer sehr steifen und kurzen Kompaktbauweise.

Grundsätzlich ermöglicht der Crossbar Feeder einen schnellen, vollautomatischen Werkzeugwechsel und einen freien Zugang zur Pressenlücke. Er bewegt sich mit einer hohen Wiederholgenauigkeit, so dass die Bleche positionsgenau aufgenommen und abgelegt werden können. Der Crossbar Feeder ähnelt zwar optisch einem Roboter, bietet jedoch den Vorteil, dass er präzise und vor allem schneller vorprogrammierte Bahnen fahren kann. Er kann die Bauteile zudem für den nächsten Arbeitsschritt durch Kipp- und Drehbewegungen entsprechend positionieren. Das Transportgewicht kann dabei bis zu 130 kg betragen.

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