Magnetwerkstoffe Fraunhofer IFAM forscht zu weichmagnetischen Werkstoffen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Mit dem Ziel, durch den Einsatz verbesserter weichmagnetischer Werkstoffe die Energieverluste elektromagnetischer Bauteile, d.h. Magnetkerne, deutlich zu reduzieren, ist am Fraunhofer IFAM in Dresden eine Arbeitsgruppe zum Thema „Weichmagnetische Werkstoffe“ gestartet.

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Für ihre Forschungsarbeiten wird Frau Dr. Lindemann unter anderem an den Anlagen für die Additive Fertigung am Fraunhofer IFAM in Dresden tätig sein.
Für ihre Forschungsarbeiten wird Frau Dr. Lindemann unter anderem an den Anlagen für die Additive Fertigung am Fraunhofer IFAM in Dresden tätig sein.
(Bild: Fraunhofer IFAM)

Mit dem weltweit steigenden Energiebedarf und dem daraus resultierenden Wachstum des Elektromarktes steigt auch der Anteil an elektrischen Energiewandlern. Dabei gehen im Durchschnitt 9 % der erzeugten Energie bei der Transformation und Weiterleitung verloren. Hier spielen die Energieverluste in elektromagnetischen Bauteilen, d.h. Magnetkernen, eine entscheidende Rolle. Genau da setzt das neue Forschungsgebiet an. Durch die Verwendung verbesserter weichmagnetischer Werkstoffe können diese Energieverluste deutlich reduziert und ein entscheidender Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet werden.

Materialeigenschaften durch innovative Pulvertechnologien verbessen

Unter der Federführung der Werkstoffwissenschaftlerin Dr. Inge Lindemann sollen gezielt Materialeigenschaften durch innovative Pulvertechnologien verbessert werden. Die daraus resultierenden Vorteile reichen von einer breiteren möglichen Werkstoffvielfalt inklusive Werkstoffkombinationen bis hin zu geringeren Materialverlusten, da Teile endkonturnah gefertigt werden können. Gleichzeitig werden komplexere Geometrien möglich und zusätzliche Funktionen können integriert werden. Die pulvertechnologische Prozessierung weichmagnetischer Werkstoffe ist nicht nur für das Fraunhofer IFAM sondern für die gesamte Fraunhofer-Gesellschaft ein neues Forschungsthema, das aufgrund seiner wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Relevanz besonders gefördert wird. Die Anwendungsfelder der Materialien reichen von Elektromotoren für die Elektromobilität über Wechselrichter in Solaranlagen bis hin zu magnetischer Abschirmung. (qui)

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