Nachhaltigkeit Forschungsprojekt zur Lebenszyklusanalyse eines 3D-gedruckten Bauteils

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Die Additive Manufacturer Green Trade Association (AMGTA) hat das Golisano Institute for Sustainability (GIS) am Rochester Institute of Technology mit der Durchführung einer Lebenszyklusanalyse beauftragt. Dabei soll ein additiv konstruiertes und gefertigtes Bauteil mit einem konventionell hergestellten Bauteil verglichen werden.

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Konventionell (links) vs. additiv konstruierte und gefertigte (rechts) Niederdruckturbinenhalterung für ein Düsentriebwerk.
Konventionell (links) vs. additiv konstruierte und gefertigte (rechts) Niederdruckturbinenhalterung für ein Düsentriebwerk.
(Bild: Sintavia)

Die AMGTA wurde im November 2019 ins Leben gerufen, um die ökologischen Vorteile der additiven Fertigung gegenüber herkömmlichen Fertigungsmethoden zu veranschaulichen. Die nun in Auftrag gegebene Studie, die der ISO-Norm 14040 entspricht, untersucht eine Niederdruckturbinenhalterung für ein Düsentriebwerk während ihrer gesamten Lebensdauer. Es sollen die ökologischen Auswirkungen einer herkömmlichen Fertigungsmethode mit denen einer additiven Fertigung verglichen werden.

Laut AMGTA wird die Studie bis zu 18 verschiedene Umweltindikatoren einbeziehen, um die ökologischen Auswirkungen zu quantifizieren, die eine optimierte Niederdruckturbinenhalterung für Düsentriebwerke während ihres gesamten Lebenszyklus hat – von der Materialgewinnung über die Herstellung, den Transport und die Nutzung bis hin zum Ende ihres Lebenszyklus. Die Daten werden dann mit einer konventionell konstruierten und gefertigten Niederdruckturbinenhalterung verglichen, um festzustellen, wo genau die AM-Technologie des Pulverbettschmelzens zu geringeren ökologischen Auswirkungen führt, heißt es.

Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2022 vorliegen.

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