Leichtbau Fahrzeugsitz neu gedacht

Dank des Einsatzes einer nachhaltigen Faserverbundtechnologie zum Wickeln von Bauteilen und einer digitalen Prozesskette wurde in nur sieben Monaten ein Fahrzeugsitz in Ultraleichtbauweise entwickelt, der lediglich rund 10 Kilogramm wiegt. Wir haben nachgefragt, wie das gelungen ist.

Form folgt Kraft: Bei der Entwicklung des Ultraleichtbausitzes wurden die für einen PKW-Sitz relevanten Lastfälle berücksichtigt, sodass Material nur an den Stellen zu finden ist, wo es auch wirklich benötigt wird.
Form folgt Kraft: Bei der Entwicklung des Ultraleichtbausitzes wurden die für einen PKW-Sitz relevanten Lastfälle berücksichtigt, sodass Material nur an den Stellen zu finden ist, wo es auch wirklich benötigt wird.
(Bild: CSI Entwicklungstechnik)

Ausgezeichnet sitzen: Für ihren Ultraleichtbausitz erhielten die Unternehmen CSI Entwicklungstechnik, AMC und Alba kürzlich den German Design Award 2021 in der Sparte „Excellent Product Design“. Die Jury würdigte unter anderem die komplette Neudefinition eines Fahrzeugsitzes:

Entstanden ist ein innovativer Sitz, der mit seiner sportlich-technoiden Formensprache und der markanten Oberflächenästhetik den Anspruch an Komfort, Hightech und Progressivität bis ins Detail widerspiegelt und gleichzeitig durch das geringe Gewicht eine hohe Relevanz im Bereich Nachhaltigkeit besitzt.

Auszug aus der Begründung der Jury

Jedes einzelne Bauteil für dieses Sitzkonzept ist neu auf weißem Papier entstanden und nutzt ressourcenschonende Technologien. Der Ultraleichtbausitz, der durch seine Einzelstrangkonstruktion extrem leicht, aber auch stabil ist, soll in Zukunft zum Beispiel in Hypercars, Flugtaxis, aber auch Helikoptern seinen Platz finden. Welche Rolle Simulation in der Produktentwicklung spielte und wie der Sitz gefertigt wurde, lesen Sie hier.

Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Redakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht