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Servomotor

Erster autonomer Roboter mit KI im Weltall

| Redakteur: Lilli Bähr

Das erste künstliche Crewmitglied der ISS soll künftige Missionen unterstützen und wird von 14 kleinen Propellern bewegt. Diese werden von bürstenlosen DC-Servomotoren von Faulhaber angetrieben.

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Cimon ist der erste mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattete Missionsbegleiter im Weltall. An Bord der internationalen Raumstation ISS soll er sich mit Hilfe von 14 bürstenlosen DC-Servomotoren von Faulhaber fortbewegen.
Cimon ist der erste mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattete Missionsbegleiter im Weltall. An Bord der internationalen Raumstation ISS soll er sich mit Hilfe von 14 bürstenlosen DC-Servomotoren von Faulhaber fortbewegen.
(Bild: Airbus_Space)

Die „Crew“ der Horizons-Mission, die am 6. Juni 2018 zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen ist, hat Motoren von Faulhaber an Bord. Sie dienen als Antrieb für den Astronauten-Assistenten Cimon (Crew Interactive MObile CompanioN), ein wissenschaftliches Projekt mit der ersten künstlichen Intelligenz (KI) für die ISS.

Frei fliegende KI mit freundlichem Gesicht

Der frei fliegende Technologie-Demonstrator soll Astronauten bei Routinearbeiten unterstützen, indem er beispielsweise Prozeduren anzeigt oder Problemlösungen anbietet. Sein Bildschirm zeigt ein freundliches Gesicht, seine Stimme und die KI sollen ihn zu einem „Kollegen“ der Besatzungsmitglieder machen, mit dem diese in einen echten Dialog treten können. Der Missions-Begleiter soll sie unter anderem bei täglichen Routinearbeiten entlasten und bei technischen Problemen als Frühwarnsystem fungieren. Der künstliche Assistent wurde im Auftrag des Raumfahrtmanagements im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) von Airbus in Friedrichshafen entwickelt.

Die bürstenlosen DC-Servomotoren von Faulhaber treiben die kleinen Propeller an, die Cimon befördern sollen.
Die bürstenlosen DC-Servomotoren von Faulhaber treiben die kleinen Propeller an, die Cimon befördern sollen.
(Bild: Faulhaber)

Astronauten-Assistent mit vierzehn kleinen Propellern

Der Astronauten-Assistent des Projektes Cimon hat etwa die Größe eines Medizinballs und wiegt rund 5 kg. In der Schwerelosigkeit des Alls soll er frei im Raum schweben und auf Zuruf zum Astronauten fliegen, der seine Hilfe in Anspruch nimmt. Er wird von 14 kleinen Propellern bewegt, die ihn in die gewünschte Position befördern und dort halten sollen. Sie werden von bürstenlosen DC-Servomotoren der Serie 0824 von Faulhaber angetrieben; für ihre Steuerung sorgen Speed Controller der Serie SC1801. Die Motoren wurden laut Unternehmen wegen ihrer Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bei sehr kleinen Abmessungen, geringem Gewicht und niedrigem Energieverbrauch ausgewählt.

KI führt medizinische Experimente mit Astronauten durch

Die Horizons-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst ist für den Zeitraum Juni-Dezember 2018 geplant. Die künstliche Intelligenz des Technologie-Demonstrators wurde unter anderem mit Stimmbeispielen und Fotos von ihm trainiert. Gerst soll drei Versuche mit dem Missionsbegleiter durchführen: Astronaut und Assistent werden mit Kristallen experimentieren, zusammen den Rubik-Zauberwürfel lösen und ein komplexes medizinisches Experiment durchführen, bei dem Cimon die einzelnen Schritte ansagt und als „intelligente“ fliegende Kamera dient. Während Gerst nach Abschluss der Mission zur Erde zurückkehren wird, soll der künstliche Helfer an Bord bleiben und künftige Missionen unterstützen.

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