Additive Fertigung

EOS stellt produktivstes Laser-Sinter-System für Kunststoffe vor

| Redakteur: Dorothee Quitter

EOS hat auf der formnext 2017 mit der EOS P 500 sein neuestes Polymer-System vorgestellt. Kunden steht damit ein System zur Verfügung, das sich durch maximale Produktivität auszeichnet, bereit ist für eine weitere Automatisierung der Technologie und Kunststoffe bei Betriebstemperaturen von bis zu 300 °C verarbeiten kann.
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EOS hat auf der formnext 2017 mit der EOS P 500 sein neuestes Polymer-System vorgestellt. Kunden steht damit ein System zur Verfügung, das sich durch maximale Produktivität auszeichnet, bereit ist für eine weitere Automatisierung der Technologie und Kunststoffe bei Betriebstemperaturen von bis zu 300 °C verarbeiten kann. (Bild: D.Quitter/konstruktionspraxis)

EOS hat auf der formnext 2017 mit der EOS P 500 sein neuestes Polymer-System vorgestellt. Es adressiert Unternehmen, die Kunststoffbauteile mit hoher Qualität im industriellen Maßstab produzieren wollen.

Laut EOS zeichnet sich die P 500 durch eine doppelt so hohe Aufbaurate aus, verglichen mit dem derzeit schnellsten Laser-Sinter-System im Polymerbereich (EOS P 396). Zahlreiche Faktoren tragen dazu bei, darunter zwei leistungsstarke 70-Watt-Laser zum Aufschmelzen des Werkstoffs und ein Beschichter. Dieser ist präzise steuerbar und trägt eine neue Schicht Kunststoffpulver mit sehr hoher Geschwindigkeit (600 mm/s) auf die Bauplattform auf. Ebenso wurde der Materialfluss innerhalb des Systems optimiert. Anders als bisherige EOS-Systeme bringt die EOS P 500 den Werkstoff bereits beim Auftragen auf optimale Verarbeitungstemperatur und verkürzt damit die Dauer für Beschichtung und Belichtung.

Die Arbeitsschritte vor und nach dem eigentlichen Bauprozess laufen ebenfalls deutlich zügiger ab: Das Vorwärmen des Wechselrahmens und das Abkühlen desselben (mit dem gefertigten Bauteil) nach der Produktion erfolgen außerhalb der Anlage. Der Austausch der Wechselrahmen erfolgt außerdem in sehr kurzer Zeit. Im Ergebnis können Nutzer bereits fünfzehn Minuten nach dem Abschluss eines Baujobs einen neuen Fertigungsvorgang starten. Da das System außerdem nur selten gereinigt (üblicherweise 1x wöchentlich) und gewartet (normalerweise 1x jährlich) werden muss, soll die Betriebszeit der EOS P 500 um bis zu 75 % verglichen mit Vorgängersystemen und Wettbewerbsmodellen steigen.

Die EOS P 500 kann Kunststoffe auch bei Betriebstemperaturen bis zu 300 °C verarbeiten, was die Nutzung von Polymermaterialklassen wie PA6, PBT, PET, PPS, PEKK und anderen ermöglicht. Unternehmen bietet sich damit eine hohe Materialvielfalt, Dank der sie neue Anwendungsgebiete für den industriellen 3D-Druck erschließen können – etwa in der Mobilitäts- und Automobilindustrie oder der Fertigung von Elektronikkomponenten. Als erstes Hochleistungspolymer wird PEKK verfügbar sein. Der Werkstoff weist eine hohe Temperaturbeständigkeit auf und ist flammhemmend, wodurch er sich als eine leichte Alternative zu Metall eignet. Ziel ist es, einen Hochleistungswerkstoff anzubieten, mit dem Unternehmen kosteneffizient fertigen und bisher nicht realisierbare Anwendungen umsetzen können. Für die Entwicklung eines Materials auf Basis von Arkemas Kepstan-PEKK-Produktreihe arbeitet EOS mit Arkema zusammen. Da die EOS P 500 ist eine offene Plattform ist, auf der auch andere Hersteller Werkstoffe für das System entwickeln können, kooperiert EOS bereits heute mit Evonik und BASF für die Entwicklung zukünftiger Polymere.

EOS P 500 - 3D printing in a new dimension

Automation ready manufacturing platform for 3D printing on an industrial scale. High quality components at the lowest cost-per-part. Maximum productivity for processing polymers at operating temperatures of up to 300°C. https://www.eos.info/systems_solutions/eos-p-500

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