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Getriebe Elektrofahrzeug mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring

| Redakteur: Lilli Bähr

GKN Automotive zeigt mit dem ersten batteriebetriebenen Elektrofahrzeug (BEV) mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring neue Wege zu Effizienz, Fahrleistung und Reichweite.

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GKN erprobt Elektrofahrzeug mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring. Der Prototyp wird beim Wintertest in schwedischen Arjeplog umfangreichen Tests unterzogen.
GKN erprobt Elektrofahrzeug mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring. Der Prototyp wird beim Wintertest in schwedischen Arjeplog umfangreichen Tests unterzogen.
(Bild: Dean Smith/GKN Automotive)

GKN Automotive hat eigenen Angaben zufolge das weltweit erste batteriebetriebene Elektrofahrzeug (BEV) mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring vorgestellt. Der Prototyp auf Basis des Jeep Renegade wird beim Wintertest in schwedischen Arjeplog umfangreichen Tests unterzogen.

Der GTD19 ist mit einem Zweigang-E-Getriebe mit intelligenter Schaltstrategie ausgestattet, das Schalten im Kraftschluss erlaubt. Dadurch steigt die Reichweite des Fahrzeugs, zugleich das Antriebsmoment beim Start, was zugleich bessere Beschleunigung und höhere Endgeschwindigkeit ermöglicht.

Außerdem sollen durch die koaxiale Bauart der E-Achse die Energieverluste sinken. Die Fähigkeit des Antriebs zu Torque-Vectoring erlaubt zudem eine hohe Stabilität und Fahrdynamik.

Technologieträger GTD19

Im GTD19-Testwagen arbeitet eine elektrische Antriebsachse von GKN mit zwei Gängen plus Torque-Vectoring an der Vorderachse. Das lastschaltfähige Getriebe mit Twinster-Technologie hat schon früher im Testfahrzeug GTD18 mit AMG-Antrieb die Vorteile des Twinster-Systems, nämlich Torque-Vectoring plus Zweigang-Elektroantrieb demonstriert.

Das elektrische Zweigang-Getriebe im GTD19 ist so aufgebaut, dass Schaltvorgänge im Kraftschluss ohne Zugkraftunterbrechung erfolgen. Das ermöglicht gegenüber einem üblichen Eingang-Getriebe bessere Beschleunigung und mehr Topspeed, dabei zugleich geringere Energieverluste.
Das elektrische Zweigang-Getriebe im GTD19 ist so aufgebaut, dass Schaltvorgänge im Kraftschluss ohne Zugkraftunterbrechung erfolgen. Das ermöglicht gegenüber einem üblichen Eingang-Getriebe bessere Beschleunigung und mehr Topspeed, dabei zugleich geringere Energieverluste.
(Bild: Dean Smith/GKN Automotive)

Das elektrische Zweigang-Getriebe im GTD19 ist so aufgebaut, dass Schaltvorgänge im Kraftschluss ohne Zugkraftunterbrechung erfolgen. Das ermöglicht gegenüber einem üblichen Eingang-Getriebe bessere Beschleunigung und mehr Topspeed, dabei zugleich geringere Energieverluste.

Neben der Längsdynamik kann durch Torque-Vectoring speziell die Querdynamik des Fahrzeuges verbessert werden.

Im GTD19 ersetzt ein 120 kW starker Elektromotor den Verbrenner des Jeep Renegade. Er bietet ein maximales Achsmoment von 3500 Nm, ermöglicht bei Bedarf bis zu 2000 Nm für jedes Vorderrad. Das Twinster-System hilft nicht nur beim Beschleunigen zu guter Traktion, sondern hilft auch Untersteuern zu korrigieren. Das Drehmoment kann via Torque Vectoring vorrangig an das kurvenäußere Rad übertragen, was eine sichere Kurvenfahrt ermöglichen soll.

Integration der GKN-Systeme

Da der Antrieb laut Unternehmen kompakter baut als bekannte Systeme, lässt sich das koaxiale E-Twinster-Zweigang-System vergleichsweise problemlos in vorhandene Fahrzeugplattformen integrieren. Der Antrieb ermöglicht Front-, Heck- oder Allradantrieb. Er eignet sich für Elektro-Stadtautos der Einstiegsklasse ebenso wie für Plug-in-Hybride mit Allradantrieb sowie vollelektrisch angetriebene Supercars.

Beim GTD19 wurde der Antrieb ohne größere Veränderungen in die vorhandene Struktur des Jeep Renegade integriert. Dazu gehört neben dem – erstmals - GKN-eigenen Elektromotor auch der Wechselrichter. Die gesamte Software wurde vom Unternehmen so geschrieben, dass Schaltvorgänge im Kraftfluss sowie eine optimale Drehmomentverteilung zwischen den Achsen möglich werden.

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